Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Wie und wann entstand das Alevitentum?

Wie und wann entstand das Alevitentum?

 Die Spaltungen im Islam begannen unmittelbar nach dem Ableben des Propheten Mohammed. Mohammed war innerhalb der islamischen Gemeinschaft (umma) eine absolute Autoritätsperson. Deshalb gab es keine schwerwiegenden Differenzen und Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Islams zu Zeiten Mohammeds. Gewisse Streitigkeiten waren nicht so gravierend, dass sich Unterschiede innerhalb dieser Religion hätten bilden können. Allerdings vertieften sich diese Streitigkeiten nach dem Tode Mohammeds und führten zu folgenreichen Auseinandersetzungen.

Die Frage, wem das Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft zustünde, das so genannte Kalifat[1], war der Ursprung der Spaltung im Islam.
Drei Gruppierungen rief die Frage nach dem Kalifat auf den Plan, die sich später Sunniten, Schiiten und Charidschiten nennen sollten: Die Sunniten setzten sich dafür ein, dass Ebu Bekir Kalif werden sollte, die Schiiten wollten Ali Ibn Ebu-Talib (Heiliger Ali) als Kalif und die Charidschiten waren der Meinung, dass der, der den Islam in seiner reinsten Form lebe, das Kalifat übernehmen solle. Dabei ist zu erwähnen, dass die Schiiten ohnehin Ali als diese Person empfunden haben.
Mohammed hatte Ali sehr geliebt und ihm große Hochachtung gezollt. Diese Ansicht hatte er mehrfach ausgesprochen und wiederholt den Gedanken geäußert, dass Ali nach seinem Tod der Führer der Muslime werden solle.

In einer Hadith[2] hatte Mohammed über Ali gesagt: „Ali ist ein Wohltäter der Menschen. Wer dies nicht akzeptiert, ist wahrlich ein Ungläubiger" und „der Höchste der Umma und der am besten Urteilende ist Ali."
Bei seinem Abschied betete Mohammed: „Wessen Herr (Mevla) ich bin, dessen Herr ist auch Ali. Sei ein Freund seines [Alis] Freundes, ein Feind seines Feindes; stehe dem bei, der ihm beisteht, und verkenne den, der ihn verkennt; wo auch immer, führe mit ihm die Wahrheit herbei."

Es setzte sich jedoch Ebu-Bekir durch. Er wurde erster Kalif der islamischen Geschichte. Erst 24 Jahre nach dem Ableben des Propheten, nach drei Kalifatsperioden aus dem Hause Ebu-Bekirs wurde Ali vierter Kalif der islamischen Gemeinschaft. Seine Regierungszeit war jedoch von Auflehnungsversuchen und Ablehnung gekennzeichnet. Die aristokratische[3] und reiche Familie der Umayyaden, die sich zu Lebzeiten des Propheten Mohammed deutlich von ihm distanziert und ihn sogar bekämpft hatte, erhob Anspruch auf das Kalifat.
Vermutlich standen politische und wirtschaftliche Beweggründe hinter dem Bekenntnis der Umayyaden zum Islam. Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (19. Jhdt. n. Chr.) schrieb einmal, dass man eine gute Idee daran erkennt, dass sie zunächst belächelt wird, dann versucht wird, sie zu bekämpfen und zu guter Letzt sie als selbstverständlich betrachtet wird.
Die Umayyaden, geführt von Muawiya I, errichteten in Damaskus ein Gegenkalifat und drängten auf eine Entmachtung Alis. Nach einigen Schlachten, die die Partei Alis (Schia Ali) für sich entscheiden konnte, wurde Ali während eines Gebets von hinten erstochen.

Nach der Herrschaft Muawiyas wurde Yezit I der nächste Kalif. Er ging als größter Schandtäter in die schiitische und alevitische Geschichte ein, da er Hüseyin, den Enkel des Propheten und Sohn Alis, in Kerbela (Irak) kaltblütig ermorden ließ (s. Antwort 25). Durch dieses Massaker von Kerbela wurde die endgültige Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten besiegelt. Die Charidschiten spielten bei der Frage des Kalifen eine unbedeutende Rolle. Für kurze Zeit hatten sie wohl die Partei Alis unterstützt.

Nach dieser ersten Spaltung im Islam folgten zahlreiche Spaltungen innerhalb dieser drei Auslegungen, vor allem jedoch im Sunniten- und Schiitentum. Das Sunnitentum wurde in die vier Rechtsschulen (Mezhep) der Hanafiten, Hanbaliten, Malikiten und Schafiiten geteilt, die durch vier Imame, nach denen die Rechtsschulen benannt, im 9. Jahrhundert gegründet wurden.
Das Schiitentum spaltete sich in drei Strömungen, und zwar in die 12er-Schia (Dschaferiten oder Imamiten), 7er-Schia (Ismailiten) und die 5er-Schia (Zaiditen). Die Zahlen beziehen sich auf die Anzahl der Imame, die die jeweilige Glaubenslehre akzeptiert.

Die 12er-Schia wurde vor allem durch Hacı Bektaş Veli in Anatolien eingeführt. Hacı Bektaş Veli war jedoch auch in dem mystischen Orden[4] des bekannten Gelehrten Ahmet Yesevi involviert und brachte deshalb nicht nur die 12er-Schia, sondern eine mystische 12er-Schia nach Anatolien. Dort gemischt mit den damals vorherrschenden Glaubenslehren, kristallisierte sich das Alevitentum im 13./14. Jahrhundert in Anatolien heraus.


[1] Kalifat = Nachfolge eines Propheten, islamische Regierungsform
[2] Hadith = schriftliche Überlieferung des Propheten Mohammeds
[3] Aristokratie = Staatsform in der eine Oberschicht (z.B. Adel) die Macht ausübt
[4] Orden = hier: religiöse Gemeinschaft

 

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