Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Wer waren die 12 Imame?

Wer waren die 12 Imame?

Die 12 Imame sind im Alevitentum, aber auch in der 12er-Schia des Schiitentums heilige Personen. Sie sollten nach dem Ableben des Propheten Mohammed als tugendhafte Führungspersonen die islamische Gemeinschaft führen. Dieses „Herrentum" wird unter Aleviten Imamet bzw. Velayet genannt.

Vor einer unzähligen Menge von Muslimen ernannte der Prophet Mohammed am Tage des „Brunnen von Hum" (Gadir Hum) seinen Vetter und Schwiegersohn Ali Ibn Ebu-Talip (Hz. Ali) nach dessen letzter Pilgerfahrt nach Mekka zu seinem rechtmäßigen Stellvertreter und Imam. In Wirklichkeit aber reagierte Mohammed auf Geheiß Gottes. Somit ist das Imamentum (Imamet/Velayet) ein göttliches Gut.
Die Imame besitzen ebenfalls prophetenähnliche Züge, wie z.B. die Unfehlbarkeit, der Besitz vom göttlichen Wissen und die Aufgabe der Rechtsleitung der Menschen.

Ali ist der erste Imam und sollte ursprünglich erster Kalif, also erster Stellvertreter Mohammeds sein. Seine Söhne Hasan und Hüseyin sind die nächsten beiden Imame und die restlichen folgen in hüseynischer Reihenfolge, sprich Zeynel Abidin ist der Sohn Hüseyins, Mohammed Bakır der Sohn Zeynel Abidins usw. Jedoch nur der erste Imam, Ali, wurde Kalif.

Die 12 Imame in einer kurz zusammengefassten Biographie:


Imam Ali (599-661): Beiname Haydar (Löwe), geboren in Mekka, gestorben als Märtyrer in Kufa (Irak). Er war Cousin, Adoptiv- und Schwiegersohn des Propheten. Als alle noch an dem neuen Glauben zweifelten, war er, trotz seines jungen Alters, einer der Ersten, der sich zu Mohammeds neuer Lehre bekannte. Von den 12 Imanen war er als einziger auch Kalif (656-661). (Näheres s. Antwort 14)


Imam Hasan (624-670): in Medina geboren und auch dort als Märtyrer gestorben, in dem Muawiya durch Betrug seine Frau dazu brachte, ihn zu vergiften. Er hielt sich mit seinem Vater Ali fünf Jahre im Irak auf. Hasan spielte hinsichtlich der Kalifatnachfolge keine aktive Rolle.


Imam Hüseyin (626-680): in Medina geboren und in Kerbela (Irak) als Märtyrer gestorben. Er war ebenfalls mit seinem Vater fünf Jahre im Irak, dann in Medina. Der Versuch, mit Hilfe der Kufaner 680 das Kalifat zu ergreifen, scheiterte. (Näheres s. Antwort 25)


Imam Ali Zeynel Abidin (658-713): geboren in Medina. Er war mit Hüseyin und Ali drei Jahre im Irak, ging dann nach Medina; als Einziger überlebte er das Massaker in Kerbela. Er zog sich danach in Medina völlig zurück und ging der Politik aus dem Weg. Einigen Quellen zufolge wurde er vergiftet und starb als Märtyrer in Medina, anderen zufolge starb er eines natürlichen Todes.

Imam Mohammed Bakır (676-732): Sohn Zeynel Abidins. Er führte ein aktiveres Leben als sein Vater und ist bedeutend als Aufzeichner von Hadithen (Taten und Aussprüche des Propheten), die damals in Büchern schriftlich festgehalten wurden. Er spielte bei der Entwicklung des Islams und für die Begründung neuer Strömungen eine bedeutende Rolle.

Imam Cafer-i Sadık (702-765): in Medina geboren und gestorben. Er ist einer der bedeutendsten Imame. Er wirkte öffentlich als Hadithaufzeichner, Rechtsexperte, Wissenschaftler und war Begründer einer Rechtsschule, die für die Zwölferschiiten bedeutsam ist. Cafer-i Sadık versuchte, die zu seiner Zeit verloren gehenden islamischen Werte und Prinzipien zu sammeln und sie dem Volk nahe zu bringen. Alevitische Gelehrte wie die Sieben Dichter, bekannten sich als „Caferi" bzw. zu der Schule Imam Cafers (Mezheb-i Ca'fer-i), um ihm ihren Respekt zu zollen und seine ausnehmende Position unter den Imamen hervorzuheben. Bei den Aleviten gibt es ein Werk, welches Imam Cafer Sadık Buyruğu genannt wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde dieses, Jahrhunderte später, von anderen Gelehrten verfasst, die wegen der Bedeutsamkeit Cafer-i Sadıks das Werk nach ihm benannten.

Imam Mohammed Musa Kazım (745-799): der Sohn Cafer-i Sadıks. Ihn zeichnete am meisten die Nähe zum Volk aus. Er war bescheiden und hat sich für das ärmere Volk eingesetzt. Aus diesen und anderen Gründen war er sehr beliebt. Der damalige Kalif Harun-Resid hat Imam Musa Kazım immer beobachten lassen, weil er in ihm eine Bedrohung für das Kalifatsamt sah. Über seinen Tod existieren mehrere Vermutungen, die von einem natürlichen Tod bis zur Ermordung durch den Kalifen reichen.

Imam Ali Rıza (765-818): Sohn des Musa Kazıms. Ihm wurde das Kalifat zum Schein angetragen, weshalb er nach Tus (Iran) eingeladen wurde. Allerdings wird er dort in "Schutzhaft" genommen. In seinem Gefängnis wurde er vergiftet. Seine Grabstätte befindet sich in Mesched im iranischen Horasan-Gebiet.

Imam Mohammed Taki (811-835): geboren in Medina und gestorben in Bagdad. Er war zwar politisch nicht aktiv, wurde aber im Alter von 25 Jahren vom Kalifen Mutasem vergiftet.

Imam Ali Naki (828-868): lebte und starb in der damaligen Kalifenresidenzstadt Samara (Irak), blieb aber politisch unbedeutend. Zur Zeit des Kalifen Mutez wurde er in Samara vergiftet.

Imam Hasan ül Askeri (846-873): Sohn Ali Nakis. Er starb als Märtyrer zur Zeit des abbasitischen[1] Kalifen Mutemid, der ihn vergiften ließ. Auf Befehl des Kalifen und der Entscheidung, das ganze Geschlecht Alis auszurotten, wurden die Angehörigen dieser Familie ermordet. Der Einzige, der diesen Morden entfliehen konnte, war Mohammed Mehdi, der Sohn Hasan Askeris.

Imam Mohammed Mehdi (869-...): Der Zwölferschia zufolge ging Mohammed Mehdi nach dem Tod seines Vaters Hasan ül Askeri in die „Verborgenheit" (Gaybet) ein und wurde nie wieder gesehen. Die Legende um ihn besagt, dass er als „Retter" (Mehdi) irgendwann zurückkomme und die ungerechten, despotischen[2] Regimes vernichtet und ein Reich der Gerechtigkeit und der Freiheit errichtet.
Für die Schia ist dieser Glaube von höchster Bedeutung.


[1] Abbasiden = zweite Herrscherfamilie der islamischen Geschichte
[2] despotisch = herrschend, tyrannisch

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