Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Gibt es außerhalb Anatoliens auch Aleviten

Gibt es außerhalb Anatoliens auch Aleviten bzw. ähnliche/verwandte Glaubenslehren?

Das Alevitentum ist eine Glaubenlehre, die schiitische Einflüsse in sich birgt. Es ist jedoch in seiner Glaubenswelt und vor allem in seiner religiösen Praxis einzigartig in seiner Form, und nur in Anatolien vorzufinden. Diesen Umstand verdankt das Alevitentum der Tatsache, dass es die vorislamischen Elemente des Glaubens der turkstämmigen Völker mit dem schiitischen Islam verschmolzen hat (s. Antwort 29). Nur einzelne Aspekte der Theologie teilen das Alevitentum und die verschieden schiitischen Strömungen, besonders die der 12er Schiiten. Hierbei ist das einzige verbindende Element in den meisten Fällen die Verehrung der Gestalt des Ali, des Propheten Mohammed und seiner Nachkommenschaft, den 12 Imamen, die laut der Aleviten, die wahrhaftigen geistigen Erben des Propheten sind.

Das Prinzip der „tevella", d.h der Liebe zu der Familie des Propheten und der „teberra", dem Prinzip der Antipathie zu den Feinden der Familie des Propheten, verbinden die meisten schiitischen Strömungen. Jedoch stellt hier das Alevitentum eine Sonderform dar, da es auf der einen Seite das religiöse Gesetz (Scharia oder Şeriat) ablehnt und anderseits, wie oben schon erwähnt, Elemente aus der vorislamischen Glaubenswelt der turkstämmigen Völker beinhaltet.

Ähnlichkeiten hat das Alevitentum in seiner Theologie, besonders in der Frage der geistigen Erbschaft des Propheten Muhammad (velayet), mit den so genannten mystisch-schiitischen Strömungen des Islams (Batın), den Bektaschis, den Ismailis, den Fatimiden, den Nusairiern, den sog. Ali-Allahis und den Ahl-i Haqq.
Die, dem Alevitentum ähnlichste Strömung sind die Bektaschis, deren Glaubenwelt, besonders die Rolle Alis, als auch die Glaubenspraxis - besonders die Cem-Zeremonie - mit dem Alevitentum im Großen übereinstimmt. Lediglich in seiner Organisationsstruktur unterscheidet sich das Bektaschitentum vom Alevitentum, da das Amt des spirituellen Führers (Mürşit) nicht durch Erbfolge, sondern durch Wahl nach Befähigung weitergegeben wird (näheres s. Antwort 32).

Wie die Bektaschis sehen die Aleviten in Hacı Bektaş Veli ihren spirituellen Großmeister (Hünkar) und führen Wesentliches ihrer Glaubensvorstellung und Glaubenspraxis auf ihn zurück. Aus diesem Grunde lassen sich Elemente des Sufismus, der islamischen Mystik, im Alevitentum finden, wie z.B. die Betonung der Liebe als einzig möglicher Zugang zum Schöpfer oder die Wichtigkeit eines spirituellen Führers. Auch wenn sich Elemente des Sufismus im Alevitentum auffinden lassen, wäre es jedoch falsch, das Alevitentum in die Liste der sufischen Orden einzureihen.

Auch die Religionsgemeinschaft der Ahl-e Haqq, die im 15. Jh. von Soltan Eshaq (oder Sultan Sahaq) gegründet wurde und eine Million Anhänger zählt, die sich überwiegend in den kurdischen Regionen des Iran, Irak und der Türkei konzentrieren, weist Ähnlichkeiten mit den Aleviten auf. Besonders der Glaubensgrundsatz, dass Ali eine vollkommene Manifestation des Göttlichen und der Schlüssel zur Gotteserkenntnis darstellt, ist beiden Strömungen eigen. Daneben ist die Organisationsstruktur, wie z.B. die Zugehörigkeit durch Geburt, das zentrale religiöse Ritus, die Cem-Zeremonie oder die enorme Bedeutung der Musik bei religiösen Andachten in beiden Religionsgemeinschaften ähnlich.

Die Nusairier, die fälschlicherweise auch oft als „arabische Aleviten" bezeichnet werden, sind in ihrer Glaubenslehre den Aleviten in mancher Hinsicht nahe. Die Religionsgemeinschaft wurde im Jahre 872 von Muhammad Ibn NusairSyrien (ca. 2.700.000), in der Türkei (ca. 2.100.000) und im Libanon en-Nemiri (gestorben 882) gegründet, weshalb sie Nusairier heißen. Insgesamt soll es bis zu sechs Millionen Nusairier geben, hauptsächlich in (ca. 550.000).

Hervorstechenstes Merkmal der Nusairier ist die Vergöttlichung des Imam Ali. Diese Besonderheit, das die Nusairier von Aleviten augenfällig unterscheidet, gab ihnen den Namen „Ali-Allahi", derer, die in Ali Gott sehen. Ali sei nicht gestorben und bilde mit Mohammad und Salman-i Farsi eine Dreifaltigkeit, wobei Ali den Herrn, Mohammad den Schleier und Salman-i Farsi das Tor darstellt.

Auch wenn die oben angeführten schiitisch-mystischen Strömungen des Islams große Ähnlichkeiten zum Alevitentum aufweisen, ist an dieser Stelle wieder zu betonen, dass das Alevitentum eine Sonderform darstellt, die nur in Anatolien beheimatet ist.

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