Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Der Weg der Sufis

Der Weg der Sufis

Dies ist die Geschichte von Leila und Madschnun.
Einst wurde einem mächtigen Stammensführsten ein Knabe von außerordentlicher Schönheit geschenkt. Er hielt den Namen Kais, und als er her anwuchs, wurde allen offenbar, dass er dereinst der Stolz seiner Familie und seines Stammes werden würde. Schon als Kind übertraf er seine Altersgenossen an Wissen, Fleiß und Gelehrsamkeit. Wenn er redetet, war es, als verstreute seine Zunge rundherum Perlen, und wenn er lächelte, waren seine Wangen wie rosa Tulpen, die in der Sonne erblühten.

Eines Tages begegnete Kais einem Mädchen, dessen Anblick sein Herz mit unaussprechlicher Sehnsucht erfüllte. Ihr Name war  Leila, das bedauerte „Nacht“ und unter dem Schatten dunkel ihres Haars war ihr Gesichtchen die Lampe. Eine Gazellenäugig war sie, mit Rosenfarbenen Lippen.

Auch Leila erging es wie Kais, und auch sie konnte sich ihre Gefühle nicht erklären. Die beiden Kinder ertranken im Meer der Liebe, noch ehe sie wussten, dass es Liebe gibt. Als wäre die Liebe ein Mundschwenk, der den Becher ihrer Herzen bis zum Rand mit Wein füllte. Sie tranken, was er ihnen eingeschenkt hatte, und wurden trunken, ohne zu wissen, wovon.

Kais und Leila verbergen ihre Gefühle vor den Leuten, während sie die Gassen und Passagen des Basars durchstreiften, nach genug, um einander flüchtige Blicke zu zuwerfen, doch weit genug voneinander entfernt, um nicht ins Gerede kommen. Ein Geheimnis wie dieses jedoch kann nicht verborgen bleiben, und bald flog das Getuschel von Mund zu Mund. «Kais und Leila sind verliebt!» flüsterten sich die Leute auf der Straße zu.

Leilas Sippe war empört. Ihr Vater nahm sie vor der Schule und sperrte sie zu Hause im Zelt ein; ihre Brüder schworen, sich Kais entgegenzustellen, wenn er auch nur in die Nähe käme. Doch kann man einen Hund davon abhalten, bei Vollmond zu heulen?

Getrennt von seiner Geliebten, wanderten Kais im Baser wie ein Getriebener von Bude zu Bude, von Zelt zu Zelt. Wohin er auch ging, Sang er von Leilas Schönheit und pries ihre Tugend. Die Trennung von Leila raubte ihm die Verstand, und bald zeigten die Leute auf ihn und riefen: «Sieh, der Verrückte, der madschnun, kommt!»

Kais war tatsächlich von Sinnen. Aber was ist Wahnsinn? Ein sichverzeren in den Flammen der Liebe? Der Falter, der sich ins Feuer der Sehnsucht  stürzt und verbrennt? Wenn es so ist, war Kais tatsächlich verrückt. Kais war Madschnun.

Nur noch mit Lumpen bekleidet und seines Verstandes beraubt, verließ Madschnun die Stadt, irrte durch die Berge und Einöden des Hidschaz und sang schmerzliche Lieder über seine ferne Geliebte. Ohne Heimat und ohne seine Familie, war er verbannt aus dem Land des Glücks. Gut und Böse, Recht und Unrecht hatte keine Bedeutung mehr für ihn. Er war ein Liebender; er kannte nicht als die Liebe. Er entsagte seinem Verstand und lebte als ausgestoßener in der Wüste, das Haar schmutzig und verfilzt, nicht als Fetzen am Leib.

In seinem Wahnsinn gelangte Madschnun zur Ka´ba. Er schob sich durch den Strom der Pilger, bis er zum Heiligtum kam. Dort streckte er seine Hände aus, schlug gegen das Tor und rief laut: «Herr, lass wachsen meine Sehnsucht nach Leila, von Augenblick zu Augenblick! Lass sie dauern, auch wenn ich selber vergehe! Gib mir zu trinken von dem Quell der Liebe, bis mein Durst gelöscht ist. Lass mich lieben, o Gott, lieben allein und der Liebe willen, und mache diese Liebe noch hundertmal größer, als sie schon war und jetzt ist!»

Die Pilger waren entsetzt. Sie sahen, wie Madschnun zu Boden sank, Staub auf sein Haupt streute und sich für die schwäche seiner Leidenschaft verfluchte.

Durch sein Verhalten brachte Madschnun seine Familie und seinen ganzen Stamm in Verruf, doch er kannte keine Scham. Als er hörte, dass Leila mit Ibn Salam, einem Mann von sagenhaftem Reichtum, verheiratet werden war, verlor er vollends den Verstand. Er riss sich die Fetzen vom Leib und kroch nackt wie ein Tier durch die Wildnis. Er schlief mit den Tieren der Wüste in Schluchten, ernährt sich von wilden Pflanzen und stillte seinem Durst mit Regenwasser. Seine Liebe war bald in aller Munde. Von überall her kamen die Leute und lauschten ihm oft stundenlang, während er von seiner geliebten Leila erzählte.

Eines Tages, als einer gebannt lauschende Zuhörerschaft seine Verse rezitierte, erblickte er plötzlich in seinem Schoß ein Blatt Papier, mit dem der Wind spielte. Auf dem Blatt Papier standen nur zwei Worte: «Leila» und «Madschnun». Madschnun riss das Blatt mitten entzwei, zerknüllte den Teil, auf dem «Leila» stand, und warf ihn achtlos fort. Seinen eigenen Namen behielte er. Als die Leute, die ihn umringten, das sahen, wunderten sich sehr.

«Was soll das jetzt?» fragte einer.

«Weil ein Name besser ist als zwei» erwiderte Madschnun. «Einer genügt für uns beide. Wenn ihr wüsstet, was ein Liebender ist, so wüsstet ihr auch, dass man nur ein wenig kratzen muss an ihm, und schon tropft die Geliebte heraus.»

«Aber warum hast du denn Leila weggeworfen und dich selbst behalten?» fragt ein anderer.

«Weil man die Schale sicht und nicht den Kern», gab Madschnun zur Antwort.

«Versteht ihr das nicht? Der Name ist eine Hülle, und diese Hülle bin ich. Ich bin die Schale, und Leila ist die Perle. Ich bin der Schleier, und das Antlitz darunter ist sie.»

Die Leute verstanden zwar nicht, was er meinte, aber sie waren verblüfft über den Liebreiz seiner Worte. Die Heimstätte ihrer Eltern war indes für Leila zum Gefängnis geworden. Zur Heirat mit einem Mann gezwungen, den sie nicht liebte, lebte sie mit dem Geheimnis ihrer Liebe in tiefster Einsamkeit. Sie litt nicht weniger als Madschnun, aber sie besaß nicht die Freiheit, über die er verfügte. Auch sie hätte gern bei den Wilden Tieren der Wüste gelebt und ihre Liebe zu Madschnun von den Berggipfeln gesungen. Aber sie war eine Gefangene, in ihrem Zelt und in ihrem eigenen Herzen. Als eines Morgens ein alter Kaufmann ihr eine Nachricht von Madschnun brachte, fühlte sich Leila wie im Wind schwankendes Schilfsrohr, hohl und gewichtslos.

«Ohne deinen strahlenden Glanz», sagte der Alte zu ihr, «gleicht Madschnuns Seele einem vom Sturm zerwühlten Nachtmeer, über das sich der Himmel mondlos wölbt. Wie ein Herold durchzieht er Gebirge und Täler, und was er alle zwei Schritte ausruft, ist ‹Leila›, und was er überall sucht, ist wiederum Leila.» «Ja, ich bin es», rief Leila und verfluchte sich selbst.« Ich bin es, die des Freundes Herz so verbrannt und solches Schicksal über ihn gebracht hat.» Verzweifelt löste sie einige Juwelen aus ihren Ohrgeschmeide und überrichte sie den Alten.«Nimm sie als Geschenk von mir an.

Geh und hole Madschnun, und bring ihn hierher. Nur ansehen will ich ihn, nur einen Blick auf ihn werfen, einen einzigen Blick tun ins Licht.»Der Alte war einverstanden. Tagelang ritt er durch die wüste, auf der Suche nach Madschnun. Als er ihn schließlich fand, überbrachte er ihm Leilas Botschaft:«Wilst du die Fessel der Trennung nicht dies eine Mal sprengen? Sie möchte Auge in Auge mit dir sein, und wäre es auch nur für die Dauer eines Atemzuges.»

«Was wissen die Menschen von mir?»dachte Madschnun. Erkannte sie nicht, dass ihr Glück nicht sein Glück war? Für ihre wünsche gab es Erfüllung, für seine Sehnsucht gab es sie nicht, «Meine Sehnsucht ist anderer Art. Sie kann in dieser vergänglichen Welt nicht erfüllt werden.» doch Madschnun konnte der Aussicht nicht widerstehen, in das Antlitz seiner Geliebten zu blicken. Er legte sich ein Mantel um, folgte den Kaufmann zu einem Palmengarten und versteckte sich dort, während der Alte Leila holen ging.

Als der Kaufmann sie an der Hand in den Garten zu Madschnun führte, zitterte sie am ganzen Körper, und als nicht mehr als zwanzig Schritt sie von dem Geliebten trennen, blieb sie wie erstarrt stehen. Der Alte zog sie am Arm, aber sie konnte sich nicht bewegen. «Edler Mann», sagte sie. «bis hierher darf ich gehen, weiter nicht. Ich gleiche schon jetzt einer brennenden Kerze. Gehe ich näher ans Feuer, so verbrenne ich ganz.»

Der Alte eilte zu Madschnun. Er zog den jungen Mann, der bleich war im Gesicht und vor sich hinstarrte, aus seinem Versteck ins Mondlicht und wies auf Leila. Madschnun taumelte vorwärts. Das Licht der Sterne drang durch die Wipfel der Palmen. Eine Bewegung in der Dunkelheit, und dann, unter der Himmelskuppel, blickten Leila und Madschnun einander an.

Es war nur ein Moment. Ein Erröten der Wangen. Die beiden Liebenden sahen einander an, trunken vom Duft des Weins der Liebe. Doch obwohl sie einander jetzt nach genug waren, um sich zu berühren, wussten sie, dass einen solchen Wein zu trinken erst im Paradies erlaubt ist. Ein Atemstoß, ein Seufzer, ein erstickter Schrei, und Madschnun wandt sich um und floch wie ein Schatten aus dem Garten in die Wüste hinaus.

Jahre vergingen. Die Palmenblätter verdorrten. Die Blumen warfen in Trauer ihre Blütenblätter ab. Wie die Landschaft gelb wurde und der Garten welkte auch Leila. Das Licht in ihren Augen schwand, und mit ihren letzten Atemzug flüsterte sie den Namen ihres Geliebten. Als Madschnun hörte, dass seine Geliebte gestorben war, eilte er nach Hause und warf sich auf ihr Grab. Er legte sich auf der Erde, als betete er, aber von seinen ausgedörrten Lippen kam nur ein Wort: «Leila.» dann endlich wurde er von seinem schmerz und seiner Sehnsucht erlöst. Seine Seele verließ den Körper, und er war nicht mehr.

Einige sagen, sei Monate lang so, wie er gestorben war, auf Leilas Grab liegengelieben, andere sagen, jahrelang. Niemand wagte sich dem Grab zu nähern, das von den Tieren der Wüste bewacht wurde. Sogar die Geier, die über den Grab kreisten, rührten Madschnun nicht an. Als von ihm nur noch Staub und Knochen übrig waren, brachen die Tiere ihre Totenwache ab und zogen sich wieder in die Wildnis zurück. Als die Tiere verschwunden und Madschnuns Staub vom Wind fort getragen war, wurde ein neuer Grabstein für Leila angefertigt. Er trug die Inschrift:

So schlummern die beiden der Aufstehung entgegen:

Es kann kein Tadel ihnen mehr den Weg verlegen.

Sie hatten sich Treue gelobt in dieser Welt;

Sie schlaffen in jener zusammen im gleichen Zelt.

 

Sufismus- den Begriff, der die unendlich vielgestaltige mystische Tradition des Islams bezeichnet, ist letztlich undefinierbar, wie schon Reynold Nicholsen meinte. Auch Sufi vermag diese Bewegung nicht klarer zu fassen. Tasawwuf, was soviel bedeutet wie das «Sufi-sein», hilft ebenfalls nicht weiter, bezeichnet es doch vermutlich das grobe Wollgewand (Suf), das die ersten Sufis zum Zeichnen ihrer Weltentsagung und ihrer Armut trugen.

Inhaltlich ist Sufi praktisch gleichbedeutend mit Derwisch oder Faqir, «Bettler» bzw; «Armer», immer wieder wird behauptet, Sufi sei vom arabischen Safwe, «auserwählt», oder Saffa, «Reinheit», abgeleitet, was beides etymologisch falsch ist. Der Herleitung vom g

griechischen Sophia, «Weisheit», ist ebenfalls unwahrscheinlich, wenngleich von bestechender Symbolkraft. Versteht man Sophia im aristotelischen Sinn als «Wissen von den Letzten dingen», kommt man nicht nur sprachlich dem Phänomen des Sufismus schon sehr nah.

Als religiöse Bewegung war der Sufismus ein Amalgam unterschiedlicher philosophischer und religiöser Strömungen –gleichsam ein leeres Gefäß, in dem Grundgedanken des christlichen Mönchtums und der hinduistischen Askese, buddhistisches und tantrisches Gedankengut, ein Hauch islamischer Gnostik und Neuplatonismus sowie Elemente des schiitentums, des Manichäismus und des zentralasiatischen Schamanismus miteinander verschmolzen.

Eine solch bunte Mischung von Einflüssen erschwert zwar die wissenschaftliche Analyse, vermittelt aber ein anschauliches Bild von den Anfängen dieser Bewegung. Die erste Sufis waren einzelne, miteinander nur im Geist verbunden, die auf der suche nach Gotterkenntnis das muslimische Weltreich durchzogen. Als die Zahl dieser Wanderderwische zunahm, errichtete man an bestimmten, vielbereisten Knotenpunkten wie Bagdad und Chorasen Herbergen, in denen sich diese Bettelmönchen treffen und über die Erfahrung ihrer spirituellen Reise austauchen konnten.

Im 11.Jahrhundert, etwa zur der Zeit, als die Schiiten von den Abbasiden als Ketzerverfolgt wurden, waren diese Herbergen zu klosterartigen Dauereinrichtungen geworden, von den einigen sich zu mystischen Schulen oder Orden entwickelten.Die Sufi-orden entstanden im Umkreis eines spirituellen Meisters, der sich aus der Umma zurückgezogen hatte, um den Weg der inneren Läuterung und Erleuchtungen zu gehen. Im Arabischen als schaich und im Persischen als Pir bezeichnet (beides heißt soviel wie «alter Man»), waren diese Meister ihrerseits die Schüler früherer, legendärer Meister, deren verstreute Lehren sie sammelten und an eine neue Schülergeneration weiter geben.

Hatte ein Schüler spirituelle Reife erlangt, durfte er die Lehre des Meisters an seine eigenen Schüler weiter geben. Der Sufismus erscheint daher gleichsam wie eine eklektische Kochrezept, dessen Zutaten über eine langen Zeittraum hinweg aus allem möglichen Quellen zusammengetragen wurden. Doch wie der Sufimeister Schaich Fadlallah Haeri mahnt, «gibt es einen großen Unterschied zwischen dem bloßen Sammeln von Rezepten und dem eigentlichen Kochen und Essen der Gerichte.»

Seyyid Hakkı
Quelle; Reza Arslan

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