Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Welche Feiertage haben Aleviten?

Welche Feiertage haben Aleviten?

Grundsätzlich sagt der Alevit, dass jeder Tag ein Feiertag ist. Jedoch gibt es einige, wenige Tage im Jahr, die die Aleviten - je nach Anlass - zu besonderer Freude oder aber auch zur Trauer bewegen. Viele heilige Tage teilen sich Sunniten, Schiiten und Aleviten. Jedoch gibt es auch bei einigen Festtagen Abweichungen. Am gravierendsten fällt das beim Ramadan-Fasten und in Folge dessen beim Ramadanfest ins Gewicht, da diese von den Aleviten nicht begangen werden. Aleviten fasten im Monat Muharrem und nicht im Monat Ramadan (siehe Antwort 25) Aufgrund dessen wird auch das Ramadanfest (auch Zuckerfest genannt) nicht so ausgeprägt gefeiert, wie es bei Sunniten oder Schiiten der Fall ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Feiertage des Alevitentums aufgelistet: 

Nevruz oder Newroz (wörtl.: neuer Tag) ist der 21. März eines jeden Jahres und wird in der alevitischen Mythologie unter anderem als der Geburtstag des Heiligen Ali gefeiert. Das besondere an diesem Tag ist, dass der Frühling anfängt und die Länge von Tag und Nacht gleich sind. Alis Geburt stellt also ebenso das Symbol für Gleichheit und Gerechtigkeit dar. Schiitischen Überlieferungen zufolge steht der Nevruz unter anderem für die Errettung der Arche Noah, das Zerschlagen der Götzen durch Abraham, das Reinigen der Kaaba von Götzen durch Imam Ali, Eheschließung von Ali und Fatima und vieles mehr.An diesem Tag werden soziale Bünde stärker geschlossen, indem man sich z.B. besucht oder beschenkt.

 Auch werden an diesem Tag in der Regel Mausoleen besucht, Gebete gesprochen und rituelle Musik gespielt. Der Nevruz oder Newroz wird auch von anderen Glaubenslehren wie auch von anderen Völkern gefeiert - jedoch mit anderen Hintergründen. Häufig wird hier die alte Legende des Schmieds Kawa (Demirci Kawa) angeführt, der den zu seiner Zeit herrschenden Tyrannen besiegte. Somit wird der Newroz von einigen Volksgruppen - unter anderem von den Kurden - als Symbol des erfolgreichen Widerstandes gefeiert.  

Muharrem-Fasten (Muharrem orucu): Muharrem ist der erste Monat des islamischen Kalenders. Das Muharrem-Fasten richtet sich nach dem islamischen Kalender und beginnt jährlich immer zehn Tage später als im Vorjahr. Hintergrund dieser Fastenzeit ist das Martyrium des Imam Hüseyins, des Sohnes des Heiligen Alis. Am zehnten Muharrem 60 nach islamischer Zeitrechnung (10. Oktober 680 nach Christus) wurde Hüseyin in Kerbela (Irak) auf barbarische Weise hingerichtet (näheres Antwort 25)Das Massaker von Kerbela ist immer noch in den Herzen der Aleviten und Schiiten lebendig. Jedes Jahr veranstalten Schiiten ein Trauerfest, das so genannte „Azadari", an dem zu Ehren der Märtyrer von Kerbela Trauergesänge und Theatervorführungen veranstaltet werden. Aleviten fasten zur Trauerandacht im Monat Muharrem zwölf Tage lang. Die Regeln des Muharrem-Fastens sind sehr umfangreich.

Aşure: Aşure leitet sich vom arabischen „Aschar" ab und bedeutet die Zahl zehn.Am dreizehnten Tag des Muharrem-Fastens wird eine Süßspeise mit zwölf Zutaten gekocht, die Aşure genannt wird. Hiermit zeigen Aleviten nach der Trauer um das Martyrium Imam Hüseyins ihren Dank, dass Zeynel Abidin, Hüseyins Sohn, das Massaker in Kerbela überlebt hat und so die Reihe der 12 Imame fortgesetzt werden konnte.

 Tag von Gadir Hum: An diesem Tag (16. März 632 n. Chr. / 18.Zilhicce 10 nach islamischer Zeitrechnung) wurde Ali von Mohammed zum Mevla (dt.: Gebieter, Schutzfreund) der muslimischen Gemeinschaft ernannt. Dieser Tag wird auch Gadir Bayramı genannt. Nach einigen Aussagen der 12 Imame ist es empfohlen, an jenem Tage zu fasten. Der Tag von Gadir Hum wird jedoch von Aleviten nicht so bewusst gefeiert wie die anderen Feiertage.

Gedenkfest für Hacı Bektaş Veli: Vom 16. bis zum 18. August finden zu Ehren des Hacı Bektaş Velis in der nach ihm benannten Kleinstadt Hacıbektaş Festlichkeiten statt.

Abdal
Musa Feierlichkeiten: Jährlich vom 3. bis zum 5. Juni wird im Dorf Tekke bei Elmali in der Provinz Antalya der so genannte „Abdal Musa Cem" gehalten, der mittlerweile auch in alevitischen Gebetshäusern weltweit verrichtet wird. Abdal Musa war ein Schüler von Hacı Bektaş Veli und lebte im 13./14. Jahrhundert (näheres s. Antwort 23).


Fasten des Hızır
(Hızır Orucu) 13.-15. Februar: Auch wenn es von Region zu Region verschiedene Fastenszeiten für Hızır gibt, so dauern sie im Allgemeinen drei Tage. Über die Gestalt Hızırs gibt es viele Erzählungen und Legenden, die hier nicht aufgeführt werden können, da sie den Rahmen überschreiten würden. Jedoch kann man sagen, dass Hızır ein Gottesfreund (Evliya) ist, der den, in Bedrängnis geratenen Menschen zu Hilfe eilt.  

Tag des Hızırs Ilyas (Hıdırellez): Der Sage nach treffen sich Hızır, der Schutzengel zu Land und Ilyas, der Schutzengel auf dem Meer in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai auf der Erde. In dieser Nacht werden Himmel und Erde eins und die Kraft der Schöpfung offenbart sich. Man glaubt, dass Hızır und Ilyas das so genannte Wasser zu Ewigkeit (abı hayat) tranken. Aus diesem Glauben heraus bitten viele Menschen an diesem Tag um Gesundheit und Genesung. Am 6. Mai werden verschiedene Teigwaren gebacken und  mit den Nachbarn geteilt.  

Opferfest (kurban bayramı): Drei Wochen vor dem Monat Muharrem fängt das Operfest an. Es hat für die Aleviten - wie für alle islamischen Konfessionen - eine wichtige Bedeutung. Aus sozialer Sicht wird als Dank z.B. ein Lamm geschlachtet und das Fleisch unter den Armen und Bedürftigen verteilt. Das Opferfest geht auf den Propheten Abraham (İbrahim) zurück. Ihm wurde von Gott auferlegt, seinen Sohn Ismail zu opfern. Dies war jedoch eine Prüfung für Abraham. Bevor er tatsächlich Ismail opfern wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass ihm ein Nutztier zukommen wird, um dies zu opfern.

Abraham hat diese Prüfung bestanden.Aus theologischer Sicht ist der Kurban-Ritus, sprich das Schlachten von Nutztieren und deren Blutvergießen kein Akt der Annäherung an Gott selbst, denn nur die Ehrfurcht (Takva) in den Herzen der Gläubigen führt sie näher zu Gott.Der Mensch erkennt, dass alles im Universum und im Leben geschaffene den Menschen „dient", so wie z.B. der Verzehr des Fleisches von Nutztieren. Der Mensch jedoch wurde erschaffen, um Gott (oder wie im Alevitentum „den Geliebten") zu erkennen und Ihm zu dienen.

Der Mensch soll mit der Opferung eines Nutztieres Gott gedenken, Ihm dafür danken, dass Er den Menschen dieses Glück gab, durch Gottesgaben am Leben bleiben zu können. Darüber hinaus möge derjenige, der ein Tier in Gottgedenken opfert, der Barmherzigkeit und der Liebe Gottes bewusst werden und diese Barmherzigkeit anderen Menschen weitergeben, indem man das Fleisch zuerst Armen und Bedürftigen spendet.

 Almanya Alevi Gençler Birliği

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