Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
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Welches Gottesbild haben Aleviten?

Welches Gottesbild haben Aleviten?

Das Alevitentum ist ein monotheistischer[1] Glaube und führt wie auch das Judentum, das Christentum und der Islam zu Abraham zurück, der erkannte, dass es nur einen Gott gibt. Die Einheit Gottes wird bei den Aleviten Tevhid genannt. Das Gottesbild ist im Alevitentum nicht anthropomorph[2] gesinnt. Dies bedeutet, dass Gott keine menschlichen Züge oder Verhaltensweisen, wie es vor allem in den altgriechischen und -römischen oder hinduistischen Göttern der Fall ist, zugeschrieben wird. Sondern das alevitische Gottesbild definiert sich nach dem Prinzip der Einheit des Seins (Vahdet-i Vücud), das von dem bekannten Mystiker Ibn Arabi (13. Jhdt. n. Chr.) systematisiert wurde. Diese Anschauung besagt, dass Gott in all seinen Schöpfungen existiert. Der Erschaffer ist hiernach im Erschaffenen.

Jedoch bedeutet dies nicht wie im Pantheismus[3], dass Gott auf seine Schöpfungen zu reduzieren ist. Er existiert auch über diese hinaus. Aleviten glauben nicht an einen persönlichen Gott, sondern sehen ihn vor allem in all seinen mannigfaltigen Erschaffungen. Ein Ausspruch, der dem Gelehrten Hacı Bektaş Veli (siehe Antwort 16) zugeschrieben wird, lautet: „Das Universum ist die sichtbare Gestalt Gottes." Vor allem der Mensch, der als höchste Schöpfung Gottes gilt, birgt eine göttliche Kraft (kutsal güç) in sich. Das Alevitentum wird häufig auch als Weg (yol) bezeichnet, diese heilige, göttliche Kraft in sich zu wecken.

Der Weg der vier Pforten und vierzig Stufen (dört kapı, kırk makam; s. Antwort 5) hat das Ziel, den Menschen zu einem vollkommenen, weisen Menschen zu machen. Ein solcher Mensch hat durch ein tugendhaftes Leben den Einklang mit Gott erlangt. Der Mystiker Hallac-ı Mansur hat diese gnostische[4]Ene'l Hak!" ausgedrückt und geprägt. „Ene'l Hak" bedeutet vom Arabischen ins Deutsche übersetzt: „Ich bin die absolute Wahrheit". Hak ist darüber hinaus einer der 99 Namen Gottes im Islam und ist der von den Aleviten am häufigsten verwendete Gottesterminus. Mansur drückte hiermit seine mystische Erfahrung aus, mit Gott Eins geworden zu sein.  

Einen ähnlichen Zustand drückt der christliche Mystiker Angelus Silesius  (17. Jhdt. n. Chr) folgendermaßen aus: „Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott ist aufgenommen".Der Mensch, der diesen Zustand erlangt hat, wird im Alevitentum İnsan-i Kamil (vollkommener, vollendeter Mensch) genannt. Des Weiteren existiert im Alevitentum keine Furcht vor Gott, sondern nur eine unendliche Liebe ihm gegenüber. Die islamische Mystikerin Rabia al-Adawiyya (9. Jhdt. n. Chr.) formulierte es so: „Ich will Wasser in die Hölle gießen und Feuer ans Paradies legen, damit diese beiden Schleier verschwinden und niemand mehr Gott aus Furcht vor der Hölle oder in Hoffnung aufs Paradies anbete, sondern nur noch um Seiner ewigen Schönheit willen".Aleviten beten nicht aus Furcht vor der Hölle oder aufgrund der Hoffnung, dass Gott ihnen einen Platz im Paradies zuspricht, sondern nur aus Liebe zu ihm. Der Begriff aşk (Liebe) wird häufig in alevitischen Gedichten und in den Cem-Zeremonien verwendet und drückt die Liebe zu Gott aus.


[1] Monotheismus = Glaube an einen einzigen Gott
[2] Anthropomorphismus = Zusprechen menschlicher Eigenschaften auf Götter, Tiere, Naturgewalten etc.
[3] Pantheismus = Glaube an das Göttliche in allen Erscheinungen der Welt, Gott und die Welt sind identisch
[4] Gnostik = alle religiöse Richtungen, die die Erlösung durch (philosophische) Erkenntnis von Gott und der Welt suchen 

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