Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası.

Welche Bedeutung haben der Prophet Mohammed und

Welche Bedeutung haben der Prophet Mohammed und die Offenbarung des Korans für das Alevitentum?

 

Canım kurban olsun senin yoluna
Adı güzel kendi güzel Muhammed
Söylenirsin cümle alem dilinde
Adı güzel kendi güzel Muhammed

Sen bir peygambersiz şeksiz gümansız
Sana inanmayan dinsiz imanız
Teslim Abdal neyler dünyayı sensiz
Adı güzel kendi güzel Muhammed

 

Mein Leben sei dir zu Ehren
Dein Name ist schön; du bist schön,
Oh, Mohammed;
Gepriesen bist du in aller Welt
Dein Name ist schön; du bist schön,
Oh, Mohammed;

Ohne Zweifel bist du ein Prophet Gottes
Und an Dich nicht zu glauben ist Unglauben
Was für einen Wert soll die Welt denn für Teslim Abdal haben.
Dein Name ist schön; du bist schön,
Oh, Mohammed

 

Wie schon in diesem schönen Gedicht des alevitischen Dichters, Teslim Abdal (18. Jahrhundert) zu sehen ist, nimmt der Prophet Mohammed im alevitischen Glauben neben Ali eine Ehrenstellung in der Verehrung ein. Im Ritus, in der Literatur und in den Gedichten finden sich stets Ausdrücke wie „Hakk-Mohammed-Ali" oder „Allah-Mohammed-Ali", da das Göttliche, Mohammed und Ali eine unzertrennbare Dreieinigkeit bilden. Dies darf aber nicht mit der christlichen Trinität verwechselt werden. In einem Vierzeiler von Pir Sultan Abdal (s. Antwort 24) heißt es:

 

Ben gayrı nesne bilmezem
Allah bir Muhammed-Ali
Özüme gayrı salmazam
Allah bir Muhammed-Ali

 

Ich kenne nichts anderes außer
Den einen Allah- Muhahammed-Ali
In mein Herz lass nichts anderem Einlass
Außer Den einen Allah- Muhahammed-Ali

 

 

In der Verehrung der Person Mohammed als Prophet Gottes und „Siegel der Propheten" stimmen die Aleviten mit den übrigen islamischen Strömungen überein. Mohammed gilt als „Schönes Vorbild" und Prototyp eines sündenlosen und tugendhaften Menschen.
Daneben kennen die Aleviten jedoch einen „kosmischen" Mohammed und das Licht Mohammeds (Nur-i Muhammed).
Laut der alevitischen Lehre wünschte Gott sich zu manifestieren[1] und trat ins Sein. Wie es auch in einer heiligen Überlieferung (hadith al kutsi) heißt: „Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden. So schuf  ich den Kosmos." Das Göttliche erschuf ein Licht und durch dieses Licht trat das übrige Sein ins Sein. Der „kosmische" Mohammed wird oft mit diesem Licht gleichgesetzt. Während Mohammed die „äußere" Ebene dieses Lichtes darstellt, stellt Ali die „innere", verborgene Seite des Lichtes dar. Mohammed sagte einst: „Ali und ich sind aus demselben Licht." (Näheres s. Antwort 14)
Aus diesem Grund bilden Mohammed und Ali eine untrennbare Einheit, wobei Mohammed nicht ohne Ali und Ali nicht ohne Mohammed gedacht werden kann. Der Dichter Şah Hatayı (16. Jahrhundert) drückt es so aus: „Mohammed ist Ali und Ali ist Mohammed (Muhammed Ali`dir Ali Muhammed)".
Die Interpretation des Korans im Alevitentum unterscheidet sich evident von der des Sunniten- und Schiitentums. Während diese beiden hauptsächlich den Koran wortwörtlich auslegen und auf seinen formalen Sinn Wert legen, deuten Aleviten den Koran nicht wörtlich sondern mystisch - aber auch zeitgemäß kritisch. Wichtig ist es hierbei die Unterscheidung zwischen dem formalen Sinn des Korans (zahiri) und einen, das Wesen betreffenden Sinn (batın).

Hacı Bektaş Veli hat besonders in seinen Werken „Makalati Gaybiyye" und „Kelimati Ayniye" alle möglichen Sachverhalte von Außen nach Innen, d. h. vom Formalen zum Wesen hin, behandelt und erklärt. Das folgende Gedicht fasst dies am besten zusammen:

„Die Hitze ist im Feuer, nicht auf dem Blech,
Die Weisheit steckt im Kopf, nicht in der Krone."
(Hararet nardadır sacda değildir, Keramet baştadır tacda değildir)"


Es ist hier also die Rede von einem Feuer und einem Blech, das auf dem Feuer liegt und es verbirgt. Da man hierbei das Feuer nicht sieht, würde man denken, dass die Hitzequelle das Blech sei, während die wahre Quelle doch das Feuer unter dem Blech ist. Ebenso ist es auch mit den Eigenschaften eines Menschen; diese sind nicht an seiner Krone sichtbar, sondern in seinem Kopf. Genau dasselbe gilt auch für den Koran, dessen Kern ebenfalls nicht direkt ersichtlich ist.


[1] manifestieren = zeigen, verkünden

 

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