Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası.

Seite 7-


Das “ABC” des Islam, Seite 7

Der Koran - ein Wunder
Fest steht, das die arabische Sprache eine reiche ist. Voller Mannigfältigkeit und Feinheit. Sie vermag die geheimsten Empfindungen und Wünsche des Menschen, sein in seinem tiefsten lnneren wohnendes Sehnen, in erstaunlich präziser und klarer Weise zum Ausdruck zu bringen. Keine andere Sprache ist so aussagestark, beredt, reichhaltig und fein-differenzierend wie sie.

Die Geschichte läßt wissen, das die Araber der vorislamischen Zeit, die in der Regel ein Beduinenleben führten, in Zelten wohnten, von Kultur und Zivilisation “unberührt” waren, nahezu alter Vorzuge eines kultivierten Lebens entbehrten und keinerlei Kenntnis darüber hatten, das es so etwas überhaupt gab, dennoch ein erstaunlich hohes sprachliches Niveau besaßen. Ihre Rede war fließend, schön und gewandt..., beispiellos in der gesamten bisherigen Menschheitsgeschichte.

Sich gut und gewandt ausdrücken zu können besaß in der’ arabischen Welt hohen Wert. Eine schöne, fließende Rede fand außerordentliche Würdigung. Und ebenso wie man seinerzeit Götzen in der Ka’ba aufstellte, wurden auch die besten Verse und Gedichte, die Jahr für Jahr ausgewählt und “gekürt” wurden, an den Ka’bawänden aufgehängt. Wie gesagt, die arabische Sprache war und ist reichhaltig, ausdrucksstark, getragen von einer ausgefeilten, umfangreichen Grammatik sowie einer Vielzahl an Zeichen und wurde schon von den damaligen Arabern beherrscht .

In jenen Tagen, als dem Propheten die Verse des Heiligen Koran hinabgesandt und dann von ihm oder seinen Getreuen rezitiert wurden, wurde die arabische Gesellschaft, insbesondere deren Dichter und Redner, hellhörig. Man lauschte aufmerksam und geradezu verzückt den schönen, fließenden und zu Herzen gehenden koranischen Worten. Die Meister der arabischen Literatur und Dichtkunst vergaßen, was sie bis dahin als gut betrachtet und holten die Gedichte, die sie zuvor an den Ka’bawänden angehracht hatten, wieder herunter. Darum, weil die Rede des Koran weitaus schöner war und die ihrige mit der koranischen nicht standhaften konnte...

Kurz, das unsagbar prächtige Wort Gottes entzückte sie zutiefst und verschloß mit seiner Anmut ihre redegewandten Lippen. Getragen von Harmonie, Ausgewogenheit, Klarheit und unbezwingbarer Logik und Vernunft vermochte es - nach und nach - der heidnischen arabischen Gesellschaft “Tawhid”, den Glauben an den Einzigen Gott, nahezubringen. Doch nicht nur das. Mit seinen inhaltsreichen, unwiderlegbaren Worten machte der Koran die Absurdität der Vielgötterei und Götzenverehrung deutlich und verurteilte sie kategorisch. Er schmähte ihre Götzen und Götter, von denen sie Hilfe und Schutz erflehten und denen sie ihre Opfer darbrachten. Und er, der Koran, gab ihnen nun unmißverständlich die Wirkungslosigkeit und Stupidität ihrer steinernen oder hölzernen, leblosen Figuren, die zu nichts taugten, zu verstehen...

Er rief die rohen Araber, die voller Hochmut und Dunkel waren und deren Leben mehr oder weniger aus Blutvergießen und Wegelagerei bestand, zu Nächstenliebe, Nachsicht und Gerechtigkeit auf. Sie aber wußten in ihrer Selbstherrlichkeit und Torheit zunächst nichts anderes, als nun ihrerseits gegen das Wort des Erhabenen und Einzigen Gottes zu Felde zu ziehen. Sie setzten ihre ganze Kraft dahinein, das Licht der göttlichen Rechtleitung zur Erlöschen zu bringen. Auf welche Weise auch immer. Wollten mit ihm “konkurrieren”. Niemals aber waren sie in diesem ihrem Streben erfolgreich und erreichten nichts als Verdruß und Resignation.

In der ersten Zeit nach der Bi’tat, das heißt der Ernennung Hadrat Muhammads (s.a.a.s.) zum Propheten, suchte “Walid”, ein für seine Redekunst und sein sprachwissenschaftliches Können bekannter Araber, den Gesandten Gottes auf. Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) rezitierte einige Verse aus der Sure 32, Sagdah. Walid, ein von sich und seinem Können überzeugter Mann, hörte aufmerksam zu, bis der Gesandte Gottes mit jenem Vers begann, in dem es heißt:

(arabisch, nur in Printversion) Als er diese Ayah rezitiert hatte, überkam Walid ein schweres Zittern. Er sank bewußtlos in sich zusammen. Die Sitzung wurde abgebrochen und die Anwesenden verstreuten sich... Nach dieser Vorfall gingen einige der arabischen Gesellschaft zu Walid und jammerten:” Du hast uns vor Muhammad blamiert. Wir haben unser Image verloren.”

“Nein”, entgegnete Walid. “Ihr wißt recht gut, das ich mich vor niemandem fürchte, auch von niemandem etwas will und mich mit keinerlei Absichten trage. Und ihr wißt, daß ich ein guter Redner und Sprachexperte bin. Das aber, was Muhammad vortrug, ist in keinster Weise mit dem, was wir reden, zu vergleichen. Es waren Worte voller Anmut und Grazie. Betörend schön und zu Herzen gehend. Ihr Versmaß und ihre Harmonie sind unnachahmbar, ganz abgesehen davon, das sie außerordentlich aussagstark sind. Und wenn ihr unbedingt wollt, das ich die Worte Muhammads beurteile, so kann ich es auf die Schnelle nicht. Drei Tage laßt mir Zeit, um darüber nachzudenken.” Als sie nach drei Tagen Walid erneut aufsuchten, sagte er: “Muhammad ist ein Zauberer, ein Magier, der die Herzen in seinen Bann zieht.’

Als die Götzendiener diese Antwort hörten, bezeichneten sie folglich auch den Koran als Zauberei und Trugwerk und vermieden es nunmehr konsequent, seinen Worten zu lauschen. Auch ihren Angehörigen und Dienstkräften untersagten sie es, und bisweilen, wenn Hadrat Muhammad (s.a.a.s) in der Heiligen Moschee Koranverse rezitierte, erhoben sie ihre Stimmen, sangen laut oder klatschten in die Hände, damit niemand ihn hören konnte. Dennoch..., da sie bereits den Klang der Worte des Heiligen Koran, der ihre Herzen höher schlagen ließ, vernommen hatten, nutzten sie die Stille und Dunkelheit der Nacht und gingen hinter das Haus Hadrat Muhammads (s.a.a.s), um von dort aus seinen Koranrezitationen zu lauschen. Leise und verstohlen raunten sie sich’ dann zu: Das können niemals die Worte eines Menschen sein...

Der Erhabene Gott weist im 47. Vers der Sure 17,Assra , auf diesen Punkt hin und sagt: Wir wissen sehr gut, mit welchen Ohren sie deinen Rezitationen (Talawat) zuhören, Und wir wissen sehr gut, das diese Übeltäter sich anschließend zuraunen: Dieser Muhammad ist ein Magier... Hin und wieder, wenn der Prophet bei der Ka’ba den Koran rezitierte und mit den Leuten über den Einzigen und Allmächtigen Gott sprach , huschten die Redekünstler der Araber gebückt an ihm vorüber , um nicht von ihm gesehen und erkannt zu werden .

Im 5. Vers der Sure 11 Hud, spricht Gott hierüber: ...sie bückten sich, um vom Gesandten Gottes nicht gesehen zu werden.

Sie beschuldigen ihn
Kafaran und Muschrikan bezeichneten nicht nur den Koran als Zauberwerk , sondern bezichtigten den Gesandten Gottes selbst als Zauberer und Magier . Wann immer er die Bevölkerung zum Glauben an den Einen Gott aufrief, sie an die hohen Wahrheiten erinnerte ,sie ermahnte und beriet , sagten jene Heidnischgesinnten: “Was er sagt, ist Magie.” Dieweil doch alles, was er sagte und erklärte, durchaus begreiflich war und seitens Vernunft und Gewissen befürwortet wurde. Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) zeigte ihnen den Weg, der zu gehen war. Und sie begriffen und sahen selbst, das es ein guter und sicherer war und das es keine Ausrede gab, um ihn nicht zu beschreiten. Sie verstanden recht gut, das die Worte des Heiligen Koran keinesfalls Zauberei und Trugwerk sein konnten...

Was Muhammad Ibn Abdullah (s.a.a.s.) sagte, entsprach der Vernunft, war logisch und verständlich. Niemand konnte allen Ernstes behaupten, das seine Rede nichts als Lug und Trug sei, unter anderem seine Ermahnungen wie: “Betet Stein und Holz, aus denen ihr mit eurer eigenen Hand Figuren erstellt, nicht an” oder: “Bringt eure Kinder diesen von euch selbst hergestellten Götzenfiguren nicht zum Opfer dar” oder: “Gebt euch Aberglauben und Absurditäten nicht hin”. Derlei konnte nicht als Scharlatanerie abgetan und verurteilt werden! Ebenso nicht sein angenehmes, freundliches Verhalten, seine Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Güte, sein Gerechtigkeitssinn, seine Respektierung der Menschenrechte, sein Mitgefühl, sein soziales Engagement und sein Bemühen für aller Frieden und Wohl... Dennoch..., sie versuchten es. Der Erhabene Gott weist im Heiligen Koran, im 7. Vers der Sure Hud auf diesen Punkt hin und spricht: Wenn du den Gottesleugnern sagst, das sie nach dem Tode wieder lebendig werden, so sprechen sie: Was er sagt, ist Zauberwort.

Koranischer Vorschlag
“Kafaran” und “Muschrikän”- das heißt Gottlose und Polytheisten - in deren Herzen Irrglaube und Hochmut feste Wurzeln geschlagen hatten. waren keinesfalls damit einverstanden ,der Einladung zum Ein-Gott-Bekennen zu folgen . Sie wiesen den Islam strikt zurück und wollten die Wahrheit unter keinen Umständen akzeptieren .Ebenso hartnäckig Iehnten sie den Propheten ab, leugneten seine göttliche Gesandtschaft und sagten: Er ist ein Scharlatan, ein Magier. Der Koran, den er als Gottes Wort vorstellt , ist nichts weiter als das, was er sich selbst ausgedacht hat.

Um dieser unwahren Behauptung und Verleumdung ein Ende zu setzen, schlug der Koran ihnen vor: Wenn ihr meint , das die Worte des Korans, die der Gesandte Gottes rezitiert. von diesem selbst, das heißt also das sie Menschenwerk sind. so kommt und bringt Verse gleich der koranischen hervor. So könntet ihr das, was ihr behauptet. beweisen. Im Heiligen Koran, im 34.Vcrs der Sure 52, Tur, lesen wie dieses Gotteswort: Sie sagen, der Prophet habe den Koran selbst erdacht. Nun , wenn sie so meinen, dann sollen sie selbst Verse wie die des Koran hervorbringen, um somit die Richtigkeit ihrer Behauptung nachweisen zu können.

Und im 38.Vers der Sure 10. Yunos, heißt es: Sie sagen, der Koran sei nichts als Blendwerk. Ihn als Gottes Wort zu bezeichnen , sei Lüge. Sprich: Wenn das, ihr behauptet, wahr ist, so bringt doch eine Sure wie die des Heiligen Koran hervor. Sie können sich hierbei von ihren Götzen und von einem jeden, den sie wollen, helfen lassen. Nun, wie gesagt, die arabischen Götzendiener und Gottesleugner, die Meister der Redekunst waren, entzogen sich jedoch - bei all ihrer Arroganz und Selbstherrlichkeit -geflissentlich dieses Vorschlags. Auf einen “literarischen Wettstreit” mit dem Koran verzichteten sie. Stattdessen zogen sie es vor, mit dem Schwert gegen ihn vorzugehen. Zu töten war ihnen lieber als auf literarische Ebene eine Niederlage hinnehmen zu müssen.

Die Großen der Redekunst sahen sich außerstande, etwas wie den Koran schaffen zu können. Und nicht nur sie, die zu Zeiten der Hinabsendung des Koran lebten, sondern auch diejenigen, die nach ihnen kamen, waren dessen nicht fähig. Mit dem Resultat, das sie sich letztendlich, als sie sahen, das all ihre Mittel und Ränke nichts nutzten, aufgaben und das Feld verließen. Es wird jedoch immer jene geben, die aus irgendwelchen Motivationen heraus “auf der Lauer liegen”, von dem Gedanken getragen, eine Gelegenheit zu finden, dem Koran Dominanz und Würde zu nehmen. Und so sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet, werden sie gewißlich nichts unterlassen und alles tun, um dieses “Ziel” zu erreichen. Dennoch..., weder vermochten sie es bisher, noch werden sie es in Zukunft können.

Kurz, der Vorwand,.der Koran sei Blendwerk und Scharlatanerei, entbehrt jeglicher Grundlage und ist hinfällig. Und wenn der Koran aufgrund seiner sprachlichen Eleganz und Aussagekraft die Herzen in seinen Bann zu ziehen vermag, so ist das auf seine natürliche, klare Schönheit zurückzuführen und hat mit Zauberei und Magie nichts zu tun. Wenn er das, was er sagen will, zum Ausdruck bringen, von Gott und Tawhid überzeugen und Wissen vermitteln kann, dessen Richtigkeit die menschliche Vernunft erkennt, wenn er ein Verhalten und eine Gesinnung empfiehlt, die Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Menschenfreundlichkeit, Hoffnung und Zuversicht beinhalten, so wird sich das Gewissen gewiß nicht dagegen sperren, sondern vielmehr befürworten. Schließlich ist es nichts als die Wahrheit, als die reine, klare Wahrheit... Jedenfalls..., es gelang den Sprachgewandten nicht, den Nachweis für ihre Behauptung, der Koran sei Menschenwort, zu erbringen. Und niemand wird es können, bis in alle Ewigkeit hinein nicht. Niemand wird jemals fähig sein, mit diesem Himmlischen Buch zu wetteifern bzw. zu konkurrieren. Darum, weil die koranische Sprache so vollkommen, so außerordentlich schön, gehaltvoll, ausgefeilt und präzis, so voller Harmonie und Weisheit ist, das sie unendlich weit über aller menschlichen Redekunst steht...

Der eine oder andere mag einwenden: Für jegliche menschliche Fertigkeit, Kunst oder auch Tugend gibt es jene, die die “Ersten” in dem betreffenden Metier sind. Was sollte uns also daran hindern, anzunehmen, das Muhammad Ibn Abdullah (s.a.a.s) in der arabischen Sprache ganz besonders gewandt gewesen ist und diese seine Gewandtheit ihn dazu befähigte, den Koran zu verfassen? Antwort: Wenn dem so gewesen wäre, wenn der Koran aus seinem Munde stammen würde, so hätte man doch - da es in diesem Fall Menschenwort gewesen wäre - mit ihm wetteifern können. Das aber vermochten weder die großen Redemeister noch die Widersacher des Koran. Das könnten sie selbstverständlich auch nicht, und niemand wird es je können. Denn jede Fertigkeit, Kunst oder Eigenschaft, durch die ein genialer Mensch brilliert, ist und bleibt dennoch etwas, das durch menschliche Fähigkeit möglich wurde. Durch menschliche Kraft und Begabung. Auch andere talentierte Menschen vermögen dieses Können zu erreichen..., wenigstens in etwa, vielleicht sogar noch mehr.

Dem Meisterkalligraphen ist die Feder nicht aus der Hand zu nehmen und dem großen Maler nicht der Pinsel. Ihre Genialität ist nicht zu leugnen. Doch bei genügend Talent, Fleiß und Übung ist es zu schaffen, wenigstens in etwa so elegant zu schreiben wie der Meisterkalligraph oder ein kleines Gemälde im Stile des großen Malers zu schaffen. Das besagt: Wenn der Heilige Koran das redegewandte sprachliche Werk eines Menschen wäre und nicht Gottes Wort, so müßte es möglich sein, das Sprachgewandte oder Literarisch-Talentierte ein Buch wie den Koran, zumindest aber eine Sure in der Art der koranischen hervorbringen.

Wenigstens in etwa und wenn auch unter großen Mühen... Kurz, der Heilige Koran rief die Menschen auf, ein Wort gleich dem seinen zu schaffen. Doch sie vermochten und vermögen es nicht Abschließend sei noch auf folgenden Punkt hingewiesen. Der Koran ist nicht allein hinsichtlich seiner sprachlichen Reinheit und Schönheit unnachahmbar, sondern ebenfalls im Hinblick auf seine hohe Aussage, die Antworten für sämtliche Belange und Bedürfnisse des Menschen und der menschlichen Gesellschaft beinhaltet. Ganz abgesehen davon, das er Kunde gibt über das Sein, die Schöpfungsordnung, die Wahrheiten der jenseitigen, immateriellen Welt etc... Kurz..., wie er selbst ganz konkret erklärt, vermag niemand ein Buch hervorzubringen, das ist wie der Koran...

“AhI-Bayt” des Gesandten Gottes
Mit “Ahl-Bayt” sind von Wort und Sitte her jene gemeint, die zur “Hausgemeinschaft” des Mannes gehören, wie Gattin, Söhne, Töchter und Hausangestellte. Also alle, die unter ‘seinem” Dach leben und vereint sind. Bisweilen wird der Begriff “AhI-Bayt” auch in erweitertem Sinne benutzt. Das heißt, er umfaßt zudem die näheren Angehörigen wie Vater, Mutter, Geschwister, Kinder, Großeltern, Onkel und Tanten, deren Kinder... Jedoch im Zusammenhang mit dem “Ahl-Bayt” des Propheten trifft - laut Koran und Sunna - keine der beiden Definitionen zu. Gemäß zahlreichen und zuverlässigen Überlieferungen - schi’itischen als auch sunnitischen-ist “Ahl-Bayt” die gottgegebene Bezeichnung für die kleine Gemeinschaft Prophet Muhammad (s.a.a.s.), Hadrat Ali, Hadrat Fatimah-Zahra, Hassan und Hussayn (a.s.). Das besagt, das die weiteren Hausangehörigen oder Verwandten des Gesandten Gottes (wenngleich sie im allgemeinen ebenfalls zu einem “Ahl-Bayt” zählen) zu diesem speziellen “AhI-Bayt des Propheten’ nicht gehören. Selbst Hadigah-Kubra, die geschätzteste der Gattinnen Hadrat Muhammads (s.a.a.s.) und Mutter Hadrat-Fatimahs (a.s.) als auch Ibrahim, ein früh verstorbener Sohn des Propheten und somit mit diesem in engster verwandtschaftlicher Beziehung stehend, zählen nicht zu dem in diesem Sinne gemeinten “Ahl-Bayt des Gesandten Gottes”.

Gemäß zuverlässiger Ahadit sind auch die weiteren neun der insgesamt zwölf Unfehlbaren Imame in dieses “Ahl-Bayt des Propheten’ miteingeschlossen. Das besagt, das mit ‘AhI-Bayt” insgesamt die vierzehn Unfehlbaren-die vierzehn Masumin”-gemeint sind, und mit ‘AhI-Bayt des Propheten” die weiteren dreizehn Unfehlbaren aus seinem Hause. Mit anderen Worten: Fatimah-Zahra (s.a.) und die zwölf Imame (as.). AhI-Bayt (a.s.) zeichnet sich durch höchste Tugenden, Qualitäten und außergewöhnliche Vorzüglichkeiten aus, die kein normal-menschliches Wesen sonst erreichen kann. Auf die beiden wichtigsten Hervorragendheiten und Charakteristika dieses AhI-Bayts (a.s.) weisen folgende Koranverse hin. Erstens: Im 33. Vers der Sure 33, Ahzab, spricht Gott: (arabisch, nur in der Printversion) Das heißt also, das ihnen “Ismat” und “Taharat” gegeben ist. Mit anderen Worten, sie sündigen und vergehen sich nicht und sind rein. Aufgrund dieses ihres Fernseins von Sünde, Ungutem und folglich ihrer Reinheit begehen sie weder Fehler noch Irrtum.

Zweitens: Aus dem Hadit “Tiqlayn”, dem Worte unseres verehrten Propheten (s.a.a.s), auf den wir zuvor schon hinwiesen, erfahren wir, das sich Koran und Ahl-Bayt des Propheten nie voneinander trennen. Das sie immer miteinander und einander verbunden sind. Und das sie -Ahl-Bayt (a.s.) - sich niemals hinsichtlich ihres Erkennens und Begreifens der Aussage des Heiligen Korans und der islamischen Zielsetzungen irren. Dieses aber bedeutet, das Wort und Vorgehen AhI-Bayts (a.s.) - ebenso wie Wort und Vorgehen (Sunna) des Gesandten Gottes (s.a.a.s.) - bindend und Orientierung sind..., eben das, wovon die Schi’ah überzeugt ist und was sie beherzigt.

Der hohe Rang Ahl-Bayts
Sunniten und Schi’iten überliefern zahlreiche Aussagen des Gesandten Gottes, die auf den hohen Rang seines AhI-Bayts hinweisen. Als Beispiel sei - im Zusammenhang mit Hadrat Ali, Hadrat Fatimah-Zahra, Hassan und Hussayn (a.s.) an folgende Begebenheit erinnert: Im Jahre 6 n.H. entsandte das christliche Oberhaupt des Gebietes Nagran einige Gelehrte seiner Gemeinde nach Medina. Diese christliche Delegation suchte den Gesandten Gottes auf und begann mit ihm zu diskutieren und zu disputieren und beharrte hartnäckig auf ihren Behauptungen (im Zusammenhang mit der Divinität Jesu, die sie lehrten, d.Ü.), wenngleich sie diese nicht begründen konnte. Da kam von Gott folgender Koranvers - die Ayah “Mubahilah“ hernieder :

Nachdem du nun deutliche Beweise in der Hand hast, antworte, wenn jemand darüber mit dir streiten will: Kommt, laßt uns unsere Frauen und Kinder zusammenrufen, gemeinsam mit ihnen die Lügner verdammen und Gott anrufen, seinen Zorn über sie kommen zu lassen.

Der Prophet ging vor, wie Gott es ihn mit diesem Vers geheißen hatte. Er schlug daher der Nagraner Delegation die “Mubahilah” vor. Das heißt , das sie sich mit ihren Frauen und Kindern an einem verabredeten Ort einfinden und gemeinsam mit ihnen die Lügner verdammen sollten, auf das der Erhabene Gott über sie (die Lügner) Seinen Zorn hinabsende. Die Nagraner waren einverstanden. Am nächsten Tag fanden sie sich zur “Mubalah” ein, ebenfalls etliche Muslime. Sie alle erwarteten die Ankunft des Propheten. Es interessierte sie unter anderem zu erfahren, in wessen Begleitung und wie, d.h. mit welchem Aufwand, er zur “Mubahilah” käme... Und sie sahen, wie Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) herbeikam., schlicht und einfach, Hussayn (a.s.) auf seinem Arm und Hassan (a.s.) an der Hand, gefolgt von seiner Tochter Fatimah (a.s.) und hinter ihr Ali (as.). Und sie hörten, wie der Prophet zu der kleinen, ihn begleitenden Gruppe sprach: “Um was ich Gott anrufe, bittet auch ihr lhn!”

Bei dem Anblick dieser kleinen Schar, die Wahrheit und Klarheit ausstrahlte als auch die Gewißheit, das sie sich voll und ganz auf den Erhabenen Gott verließ und Ihn als ihren einzigen, allmächtigen Schutz, Beistand und allwissenden “Schiedsrichter” wußte, begannen die Nagraner zu erbeben. lhr Delegationsleiter sprach zu ihnen: “Bei Gott! Ihre Gesichter..., wenn ich in ihre Gesichter sehe, weiß ich, das nicht nur wir, sondern die gesamte Christenheit auf Erden der Vernichtung anheimfällt, so sie Gott anrufen..” Darum baten sie den Propheten, auf die “Muhahilah” zu verzichten. Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) fragte: “Wollt ihr euch dem Islam zuwenden!” Sie antworteten: “Wir sind nicht stark genug, um gegen die Muslime zu kämpfen. Doch wir sind bereit, jährlich eine Abgabe an euch zu leisten und im Schutze des Islam zu leben (als Christen).” Auf diese Weise fand ihre Kontroverse ein Ende...

Was wird daraus ersichtlich?
Das der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) mit Ali, Fatima, Hassan und Hussayn (a.s.) zur Muhahilah kam, macht deutlich, wen er als seine “AhI-Bayt” betrachtete. Mit anderen Worten, wen er als ‘wir” und als “Frauen und Kinder”, von denen in dem zitierten Koranvers die Rede ist, verstand. Das heißt niemand anders als der Prophet, Ali, Fatimah, Hassan und Hussayn. Genauer formuliert: Mit dem Wort “wir” meinte er sich und Ali (a.s.). Mit “unsere Frauen”, Fatimah (s.a.). Und mit “unsere Kinder”, Hassan und Hussayn (a.s.).

Offenkundig wird damit, das er Ali (a.s.) wie sich selbst einstufte und das “AhI-Bayt des Propheten” aus den genannten vier Personen besteht. Wenn mehr dazu gehörten, hätte er sie gewiß zur Mubahilah mitgenommen. Doch er selbst definierte die Begriffe “wir”, “unsere Frauen” und “unsere Kinder” in der eben beschriebenen Weise. Zudem ist an die Fehler- und Sündlosigkeit dieser vier Ahl-Bayt-Mitglieder zu erinnern, worüber der bereits zitierte 33. Vers der Sure 33, Ahzah, Aufschluß gibt: Wahrlich, Gott möchte euch, die ihr das AhI-Bayt des Propheten seid, von allen Unguten und Unsauberen frei und euch gereinigt und rein sein lassen.

Zweitens: Wie sunnitische als auch schi’itische Quellen überliefern, sprach der Prophet: Mein AhI-Bayt ist wie die Arche Noah. Ein jeder, der auf ihr Zuflucht sucht, findet Rettung. Wer sich aber von ihr fernhält, wird untergehen. Drittens: Weiteren Überlieferungen zufolge äußerte der Gesandte Gottes (s.a.a.s.): Ich hinterlasse euch zur Erinnerung – zwei Kostbarkeiten, die sich niemals voneinander trennen werden. Diese beiden sind das Buch Gottes und mein AhI-Bayt. Solange ihr an diesen beiden kostbaren Treuhandgaben festhaltet und bei ihnen Zuflucht sucht, werdet ihr nicht in der Irre gehen.

Imamat
Eine jede Staatliche Einrichtung - welche auch immer -die Öffentlichen Angelegenheiten gerecht zu werden hat, benötigt dazu fähige Kräfte und insbesondere eine kompetente, verläßliche Führung. Dieses gilt für sämtliche Einrichtungen, Organisationen, Ämter und Behörden. Sie alle sind auf fähige, vertrauenswürdige Kräfte und “Dirigenten” angewiesen. Zweifellos ist davon auch die “Einrichtung Islam” -deren Aufgaben- und Verantwortungsbereich weltweit und universal ist - nicht ausgeschlossen. Auch sie benötigt einen fähigen Dirigenten und Betreuer und ist auf Kräfte angewiesen, die gewissenhaft (die religiösen “Statuten” bzw. Bestimmungen als auch das islamische Überzeugungsgut der menschlichen Gesellschaft vermitteln, darauf achten, das die göttlichen Weisungen getreulich einschalten werden und dafür sorgen, das Veruntreuung und Nachlässigkeiten im Zusammenhang mit der Publikation des Wortes Gottes vermieden werden.

Betreuung und Beaufsichtigung der Angelegenheiten der islamischen Gesellschaft als auch die Führung ganz allgemein gehören zum Aufgabenbereich “Imamat”. Derjenige, der mit diesem Amt beauftragt ist, ist der Imam. Die Schi-ah ist davon überzeugt, das nach dem Gesandten Gottes ein von Gott bestimmter Imam gegeben sein muß, der für den Schutz der religiösen Weisungen, Maximen und Wissensdinge sorgt und verantwortlich ist. Der den Menschen auf den rechten Weg, den Weg zu Gott führt. Wer sich aufrichtig um “Ma’arif Islam” - das heißt um das, was der Islam sagt und lehrt - bemüht, wird erkennen, das das “Imamat” zu den Grundfesten der heiligen islamischen Lehre gehört. Etwas, auf das in jenen Koranversen, in denen der Erhabene Seine Religion erklärt und vorstellt, hingewiesen wird.

“Imamat”, eine Notwendigkeit
Wie wir bereits sagten: Der Herr und Schöpfer der Welten hat dafür gesorgt, das eine jede Seiner Kreaturen auf das für sie vorgesehene Ziel, das in ihrer Vervollkommnung beruht, “hingesteuert” wird. Ein Obstbaum zum Beispiel wird in Richtung Wachstum, Blüte und Frucht “rechtgeleitet”. Sein Entwicklungsweg bzw. seine Vervollkommnung verlauft selbstredend völlig anders als die eines Vogels. Und so ist es mit einem jeden Geschöpf. Ein jedes legt seinen für es spezifischen Weg zu Entwicklung und Vervollkommnung zurück..., nicht den einer anderen Kreaturenart.

Das gleiche gilt selbstverständlich auch für die Gattung “Mensch”. Auch er - ein Geschöpf Gottes - ist von der “Allgemeinen Göttlichen Rechtleitung” erfaßt. Wir erinnern noch einmal daran: Glück und Vervollkommnung des Menschen stehen in engem Zusammenhang mit seiner ihm gottgegebenen Entscheidungs- und Willensfreiheit. Das heißt, sie sind davon abhängig, wie er diese seine “Befugnis” nutzt. Seine Willens- und Entscheidungsfreiheit aber macht eine besondere, besser gesagt “zusätzliche” göttliche Rechtleitung erforderlich. Diese zusätzliche Rechtleitung, die selbstredend ebenfalls Bestandteil der Allgemeinen Göttlichen Rechtleitung ist, erfolgt mittels der Religion Gottes, die die Propheten verkünden.

Durch die “Missions- bzw. Öffentlichkeitsarbeit” des Gesandten Gottes werden Mensch und Menschheit auf jenen rechten Weg - “Sirat al mustaqim” - gewiesen. Das heißt auf jenen Weg, der sie zu ihrem Glück und Wohl in dieser und jener Welt führt. Damit sie aufgrund möglicher falscher Entscheidungen nicht in die lrre gehen und nicht mit der Ausrede argumentieren können: Wir haben es nicht gewußt! Wir haben uns falsch entschieden, darum fehlten wir... Ein Punkt, auf den in dem 165. Vers der Sure 4, Nissa’, hingewiesen wird: Der gleiche Grund, der Prophetschaft und Prophetentum erforderlich macht, trifft für die Notwendigkeit von “Imamat und Imam” zu. Nach dem Dahinscheiden des letzten Propheten, Hadrat Muhammads (s.a.a.s), der in seiner Reinheit bzw. Unfehlbarkeit - “Ismat” - die göttliche Religion geschützt und die Gesellschaft geführt und rechtgeleitet hatte, mußte der Erhabene Gott also jemanden schicken, dem die gleichen Vorzüglichkeiten und Hervorragendheiten gegeben waren. Darum, damit die göttliche Religion bewahrt und die Gesellschaft nicht ohne Führung bliebe. Andersfalls wäre die „ Allgemeine Göttliche Rechtleitung” “brüchig” und “defekt” geworden und die Menschheit hätte einen Vorwand in der Hand gehabt, zu sagen: Wir hatten niemanden bei uns, der uns geleitet und geführt hatte...

Ohne Imam geht es nicht
Ebenso wie der menschliche Verstand wegen seines Nicht-Unfehlbarseins die menschliche Gesellschaft nicht in die Lage versetzt, auf die Propheten verzichten zu können, erübrigt sich auch - trotz des Vorhandenseins der Religionsgelehrten - keinesfalls das Gegebensein eines Unfehlbaren Imam. Die Geistlichen, so gelehrt und wissend sie auch immer sein mögen, können nie und nimmer den Unfehlbaren Imam, den mit “Ismat” ausgerüstet ist, ersetzen. Deswegen, weil es nicht allein darum geht, das der Mensch die Religion Gottes befolgt, sondern das diese unverändert bleibt. Das ihr nichts hinzugefügt oder genommen wird, das sie der Menschheit in ihrer reinen und ursprünglichen Form vermittelt wird und nicht Irrtümern, Veruntreuung und dergleichen zum Opfer fällt...

Sicher ist, das die religiösen Gelehrten der islamischen Ummah,, so gottesfürchtig, gewissenhaft und verantwortungsbewußt sie auch immer sein mögen, dennoch gegen Fehler nicht “immun” sind. Das bedeutet, das es nicht ausgeschlossen und von der Hand zu weisen ist, das ihnen nicht doch hier und da-so unbeabsichtigt dieses auch sein mag-ein Irrtum unterläuft, durch den eine göttliche Weisung ein verändertes Aussehen erhält. Bestes Beispiel dafür sind die verschiedenen Glaubensrichtungen und unterschiedlichen Auffassungen zu einigen Fiqh-betreffenden Aspekten, die in der islamischen Welt entstanden sind. Mit anderen Worten, ein Imam muß gegeben sein! Ein Imam, unter dessen Aufsicht die Gebote, Aussagen und Wissensdinge der Religion in ihrer reinen Form erhalten bleiben, der sie vor Entstellung und Erlöschen bewahrt und bei dem Orientierungshilfe zu bekommen ist.

Prophet Muhammad (s.a.a.s.) zum Thema “Wilayat und Führung”
Im 128. Vers der Sure 9, Bara´at, spricht der Erhabene Gott folgendes über Hadrat Muhammad (s.a.a.s.): Ein Prophet kam zu euch, der von euch selbst ist. Eure Schwierigkeiten und euer Leid bereiten ihn Kummer. Er ist euch allen zugetan und gegenüber den Gläubigen voller Mitgefühl und Güte... Es ist unvorstellbar, das Prophet Muhammad (s.a.a.s.), der laut Heiligem Koran gegenüber seiner Gemeinde gewissenhafter und gütiger als jeder andere war, hinsichtlich eines der göttlichen Gebote - das für die islamische Gesellschaft zweifellos von besonderer Bedeutung ist und seitens der menschlichen Vernunft bejaht wird - nachlässig vorgegangen sein sollte.

Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) wußte, das diese menschheitsdienliche “Ordnung bzw. Einrichtung Islam” mit ihrer universalen und weitweiten Relevanz nicht von kurzfristiger Bedeutung war, die er - nachdem er sie zehn, zwanzig Jahre lang beaufsichtigt und geleitet hatte - sich selbst Überlassen konnte. Nein! Sie war und ist von immerwahrender Aktualität und Wertigkeit und hat die gesamte Menschheit bis ans Ende aller Tage rechtzuleiten. Und da er voraussah, was tausender Jahre nach ihm sein würde, teilte er die entsprechenden Weisungen für die Zeiten nach ihm mit. Ihm war bekannt und bewußt, das die Religion Gottes eine “Ordnung und Einrichtung” für die gesamte menschliche Gesellschaft ist. Das sie - wie keine andere Ordnung oder Einrichtung - ohne Betreuung und Führung sein kann. Fehlt die gute “Regie”, geht sie zugrunde. Mit anderen Worten, es muß jemand da sein, der fähig ist, auf sie achten und sie schützen zu können. Kurz, sie benötigt. eine kompetente Betreuung und Leitung..., jemanden, der ihre Weisungen und Lehre gegen Entstellung und Vernichtung bewahrt, die Gesellschaft führt und in Richtung ihres dies- und jenseitigen Wohlergehens lenkt.

Wie könnte es also möglich sein, das der Prophet nicht an die Zeit nach seinem Tode gedacht und nicht vorgesorgt hatte. Es entsprach seinem Brauch, dann, wenn er Medina auch nur für einige wenige Tage verließ, jemanden - an seiner Stelle - mit der Betreuung der öffentlichen Angelegenheiten zu betrauen und für einen jeden Ort, der zum islamischem Territorium gehörte, eine fähige Person mit dessen Leitung zu beauftragen. Einer jeden Patrouille, einer jeden Division, die er entsandte, gab er einen Kommandanten mit auf den Weg. Es kam sogar vor, das er nicht nur- einen Befehlshaber ernannte, sondern mehrere. Mit den Worten: “Wenn der erste fault, befehligt der nächste das Heer. Und wenn dieser zu Boden stürzt, der dritte...” Und sie alle nannte er namentlich und in der entsprechenden Reihenfolge.

Wie könnte es angesichts dieses seines Brauches, ein Gebiet oder eine Truppe nicht ohne Betreuer und Dirigenten zu lassen, denkbar sein, das er an die Zeit seiner letzten großen Reise in die Ewigkeit nicht gedacht und die große islamische Gesellschaft sich selbst überlassen hätte?! Ohne Betreuung und Führung? Das er nicht einen Nachfolger bestimmte?! Wer ein wenig gründlicher dieses Thema beleuchtet und die hohen Ziele des Islam und dessen Überbringer als auch dessen Brauch bedenkt, wird ohne Zweifel dem zustimmen, das “Imamat und Wilayat” eine selbstverständliche Regelung zur “Führung und Betreuung der lslamischen Gemeinde und deren Belange” betreffen.

Er ernennt seinen Nachfolger.
Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) begnügte sich nicht damit, nur im Rahmen einiger Worte und Ausführungen die Frage “Wilayat und Imamat nach seinem Dahinscheiden” zu klären. Vielmehr begann er gleich zu Beginn seiner Prophetschaft -parallel zu Tawhid und Prophetschaft - ganz konkret auf das Thema “Wilayat” hinzuweisen und den Muslimen “Wilayat und Führung” Ali lbn Abi Talibs (a.s.) bekanntzugeben.

Gemäß Riwayati aus sunnitischen und schiitischen Quellen gab der Gesandte Gottes an jenem ersten Tag, da er auf das Geheiß Gottes mit seiner “Öffentlichkeitsarbeit” begann und dazu seine Verwandtschaft zu einer Zusammenkunft einlud, Amir al Mu’minan Ali (a.s.) als seinen Bevollmächtigten, Treuhänder und Nachfolger bekannt. Und ebenso in den letzten Tagen seines Erdendaseins, als er in Gadir Hum vor 120000 Hagpilgern die Hand Ails (a.s.) ergriff, hochhielt und sprach: Einem jeden , dem ich Wali bin, sei auch Ali Wali!

Ganz abgesehen davon hatte der Gesandte Gottes völlig unmißverständlich Anzahl, Namen und Besonderheiten jener Walis bzw. lmame genannt, die - einer nach dem anderen -mit seiner Nachfolgerschaft beauftragt waren. Laut einer allseits bekannten Riwayah, die seitens schi’itischer und sunnitischer Quellen überliefert wird, tat Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) kund: „Es sind zwölf Imame , die aus dem Stamme Quraisch kommen. „ Und gemäß einer anderen, ebenfalls allseits bekannten Riwayah sagte der Prophet zu Gabir Ansari: “Zwölf Imame sind es.“ Und er zählte sie alle zwölf namentlich auf und ließ Gabir dann wissen: „Du wirst dem fünften Imam noch begegnen. Richte ihm meinen Friedensgruß an ihn aus.“ Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) ernannte selbst seinen Nachfolger Hadrat Ali (as.). Dieser gab den Imam nach ihm bekannt. Und so hielt es ein jeder weitere Imam. Alle stellten namentlich den ihnen jeweils folgenden Imam vor...

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