Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası.

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Das “ABC” des Islam, Seite 1

Einleitende Worte
Das vorliegende Buch ist ein kleiner Überblick Über das, was es Über den Islam zu wissen gilt. Die Themen, die es beinhaltet, sind in knappem und relativ einfachen Stil abgefaßt worden, damit sie allen, die über diese letzte der göttlichen Religionen erfahren wollen, verständlich sein und zu Grundkenntnissen über die islamische Glaubenskunde verhelfen mögen. Zu einem Elementarwissen, auf dem Interessierte mit Hilfe geeigneter Literatur als auch im Rahmen theologischer Seminare, Lehrgänge oder aber Gesprächen mit kompetenten Personen aufbauen’ können. Ganz abgesehen davon, das selbstverständlich auch die Tore der Theologisch-Wissenschaftlichen Bildungszentren jenen, die sich einem eingehenderen Studium über den Islam und dessen Rechtleitung widmen möchten, stets offen stehen.

Kurz, das Anliegen des Autoren war, der Allgemeinheit das Wesentliche dessen, was sie wissen sollte, mit unkomplizierten Worten Nahezubringen und selbst schwierige Themen in möglichst einfacher, verständlicher Sprache zu behandeln und zu erläutern.

Nebenbei..., dieses ist ein Verfahren”, dessen sich auch der Koran bedient. Mit erstaunlich klaren, unmissverständlichen Worten klärt er über Wissensdinge der materiellen als auch immateriellen Welt auf, über die Auferstehung, das Jenseits und das Lehen nach dem Tod..., ganz zu schweigen von all den Belangen und Dimensionen, die die Schöpfung und das Erdenlehen des Menschen betreffen.

Als Beispiel hierzu zwei, drei Textstellen aus dem Koran, die - für jedermann hegreiflich - über die Auferstehung und das Lehen nach dem Tod Auskunft geben. Im 78. Vers der Sure 36, Ya-sin, lesen wir: Wenn sie fragen, “wer ist es, der das zu Staub zerfallene Gebein wieder zu neuem Leben erweckt, wird ihnen geantwortet: .Jener, der ihm beim ersten Male Leben gab, ist dessen mächtig...

Eine logische, unbestreitbare Antwort..., ein Argument, das auf festen Füßen steht.

Und zugleich kurz und knapp.

Jene Allmacht, die aus dem “Nichts” das ‘Sein” hervorgehen läßt, ist zweifellos und ohne weiteres in der Lage, das, was war und zu Staub wurde, erneut zusammenzubringen und ihm - wie schon beim ersten Male - Leben zu schenken.

Es wird berichtet, das der große und weltbekannte Gelehrte der islamischen Welt, “Alpharabius”, sagte: Wäre doch Aristoteles heute zugegen, so das ich ihm diese koranische Antwort mitteilen und er die physische Auferstehung akzeptieren könnte....

Kurz, eine vernünftige und gleichwohl einfache Erklärung, die der Koran zu diesem - auf den ersten Buck möglicherweise recht kompliziert erscheinenden - Thema gibt. Und zwar mit nur einigen wenigen deutlichen Worten, die einen jeden überzeugen müßten.

Auch im Zusammenhang mit der Weisheit und dem Allwissen des Schöpfers und ‘Dirigenten” allen Seins hören wir folgende kurze, verständliche und unwiderlegbare koranische Begründung: Im 14. Vers der Sure 67, Mulk, heißt es:

“Sollte Er, der Schöpfer, denn über sie nicht Bescheid wissen? Er, der doch die Kreatur selbst erschuf, sollte über sie und ihre Natur und Beschaffenheit in Unkenntnis sein?!

Eine klare, knappe Antwort für alle..., ein unumstößliches Argument.

Auch Prophet Muhammad (s.a.a.s.) und die Unfehlbaren Imame (a.s.) sprachen stets so, das alle sie verstehen und ihre Rede begreifen konnten. Einfach und ohne lange Phrasen.und Umschweife...

Im vierten Vers der Sure 14, Ibrahim, lesen wir dieses Gotteswort: Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf das er es aufkläre...

Diese koranischen Worte bringen unmissverständlich zum Ausdruck , das die Propheten in der Sprache jenes Volkes, in dem sie wirkten, redeten und dessen Bildungsstand angepaßt erklärten und veranschaulichten. Deswegen, weil sie es bilden, erziehen und Über die Wahrheiten informieren wollten. Und da sie aus der Bevölkerung - zu der sie gesandt wurden - selbst kamen, kannten sie deren Anschauungen, Hoffnungen und Empfindungen und waren mit deren Wortschatz und Redestil vertraut. Dieses half ihnen, mit den Leuten so zu sprechen, das das, was sie sagten, Zugang zu deren Herzen fand.

Vom Propheten Muhammad (s.a.a.s.) ist dieses Wort: Wir sind angewiesen , mit den Menschen so zu reden, das sie es verstehen.1 1) 1 Al Hayãh. B. 1. S. 146. Hadit Nabawi

Der große islamische Gelehrte und Korankommentator Alameh Tabatabai verstand es meisterhaft, selbst komplizierteste Themen allgemeinverständlich darzulegen. Und wir hoffen, das wir ihn mit der Übersetzung dieses seines Buches in seinem Anliegen, Über den Islam und dessen segensreiche Botschaft aufzuklären, wenigstens ein klein wenig zu unterstützen vermöchten. Möge es wegweisendes Licht all jenen sein, die nach der Wahrheit streben und Zuversicht schenken denen, die mit der Hoffnung auf morgen, auf eine beglückende Zukunft Ieben. In Scha Allah!
International Publishing Co.

Sazeman Tablighat Islami

Vorweg
Religion

Religion ist - vereinfacht gesagt – ein Gefüge aus weitanschaulichen Überzeugungen und glaubensgesetzlichen, gottesdienstlichen als auch ethischen Weisungen, mit denen Gott die Propheten ausrüstete, auf das sie sie dem Menschen, zu dessen Rechtleitung und Wohlergehen, Übermittelten. Der “praktizierte Glaube” an die göttliche Botschaft ist ein großes Plus..., in dieser und jener Welt. Darum: Wenn wir uns an unserer Religion orientieren und gemäß der göttlichen Empfehlungen und Gebote, die uns der Gesandte Gottes brachte, leben, werden wir sowohl in unserem Erdenleben zufrieden und glücklich sein als auch in der Ewigkeit.

Möglicherweise wendet nun der eine oder andere ein: “Glück” und “glücklich” sind dehnbare Begriffe. Was ist denn nun wirklich darunter zu verstehen!

Wir meinen: Jener ist als glücklich zu betrachten, der ein gutes, rechtes Ziel anstrebt und nicht auf Irrwegen Umherstolpert, der sich durch eine positive Gesinnung auszeichnet und gute Werke tut. Jemand, der in diesem hektischen Erdenleben ausgeglichen, gefestigt und Zukunftsfroh ist..., mit einem Herzen voller Ruhe und Zuversicht. Zu einer solch beglückenden Ruhe aber verhilft uns nur die Religion. Gleich “geheimen Beobachtern” haben ihre Maximen in unserem Herzen Raum gefunden und begleiten uns auf Schritt und Tritt. Sie halten uns - so wir “wachen Herzens” sind - von Hässlichkeiten zurück und motivieren uns zu gutem, rechten Verhalten.

Ganz abgesehen davon ist der Glaube der stärkste und unerschütterlichste Halt im menschlichen Leben. Wer tief und fest an Gott und Sein Wort glaubt, wird sich von all den Hochs und Tiefs, die ihm begegnen, nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Angst, Traurigkeit und Mutlosigkeit Übermannen ihn nicht, und kein noch so erschütterndes Ereignis wird ihn zu Boden zwingen oder in Verzweiflung treiben.

Darum, well er sich der Allmacht Gottes, des Schöpfers und Herrn der Welten, gewiß ist. Immer, in allen Situationen. Und genau das ist es, was ihm innere Ruhe und Festigkeit schenkt.

Zudem weist die Religion uns an, “an uns zu arbeiten”, unser Verhalten zu berichtigen und uns um eine menschenwürdige Gesinnung zu bemühen.

Sie beinhaltet also folgende drei Themenkomplexe:
a) Weltanschauliches, Ideologisches

b) Moral

c)Praxis

Erstens: Weltanschauliches, Ideologisches
Bei ein wenig intensiverem und vorurteilsfreiem Nachdenken wird uns klar, das das Universum mit der erstaunlichen Ordnung und Harmonie, die ihm gegeben ist, nicht aus sich selbst, so ganz von allein, entstanden sein kann. Uns leuchtet ein, das diese imposante perfekte Schöpfungsordnung nicht zufällig hervorgehen konnte. Daß jemand da sein muß, der sie schuf und erhält. Jemand, der in seiner Allmacht und grenzenlosen, unvorstellbaren Weisheit und Kenntnis den gewaltigen Kosmos mit allem, was in ihm ist, entstehen ließ. Der Gesetzmäßigkeiten gab, an denen nicht zu rütteln ist und die in ihrer Unabänderlichkeit der gesamten Welt des Seins Ordnung, Regelung und ein exakt koordiniertes Gefüge geben. Nichts ist sinnlos erschaffen worden. Und nichts, das existiert, steht außerhalb dieser in der großen, weiten Welt gegebenen Ordnung und Gesetzmäßigkeit.

Wie könnte es denkbar sein, das dieser Gütige, Sich Erbarmende Gott, der Seiner Kreatur so wohlgesonnen ist und für sie bereitstellte, was sie benötigt, den Menschen die “Krone”, das “Meisterwerk der Schöpfung” - sich selbst überlassen haben sollte. Das Er ihn alleinließe mit seinem bischen Verstand, den er zudem mehr oder weniger seinen Trieben und Begierden unterordnet, weshalb er sich so leicht in Verirrungen verstrickt und in Verelendigung hineintaumelt. Die Antwort auf eine solche Frage ist eindeutig...

Deswegen, weil Gott den Menschen bzw. die menschliche Gesellschaft nicht sich selbst Überlässt, hat Er die Propheten geschickt. Das heißt Seine Gesandten, die “immun” sind gegen Ungutes, Niedriges, gegen Fehl und Irrtum und der Menschheit das Wort Gottes verkünden. Damit diese die himmlische Botschaft beherzigt, befolgt und auf diese Weise zu Wohl und Glück findet.

Nun ist es aber so, das in dieser Welt das erfreuliche Resultat - d.h. die beglückende Auswirkung eines religionsbewussten Lebens, eines Lebens gemäß dem Worte Gottes - nicht voll und ganz in Erscheinung tritt. Weder die Guten erfahren auf Erden ihre volle “Belohnung” für ihr gottwohlgefälliges Walten und Schalten noch die Schlechten. Das aber bedeutet, das noch eine andere Welt sein muß, in der des Menschen Tun und Lassen geprüft und beurteilt wird. Eine Welt, in der die guten als auch häßlichen Werke “entlohnt” werden.

Zu einem solchen Denken, einer solchen Überzeugung ruft die Religion auf. Dazu und zu weiteren weltanschaulichen Gewißheiten, über die wir noch sprechen werden. Kurz, sie weckt uns auf aus Ahnungslosigkeit und Torheit.

Zweitens: Moral
Die Religion appelliert an uns, uns um gutes Verhalten zu bemühen..., um menschenwürdige Eigenschaften, die wir in uns zur Entfaltung bringen. Dazu zahlen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, Wohlwollen für die Mitmenschen, Güte, Nachsicht, Treue und Hilfsbereitschaft. Auch, das wir unser Recht verteidigen, unsere Rechte und Grenzen jedoch nicht überschreiten und Leben, Gut und Ehre anderer nicht antasten. Unermüdliches, aufrichtiges Streben nach Wissen, Fortschritt und einer guten Gesinnung gehören ebenfalls dazu, Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit auf dem Wege Gottes, Wahrheits- und Gerechtigkeitsliebe sowie das getreuliche Einhalten der “goldenen Mitte”, wo und wann auch immer. Das heißt, extremes Verhalten, Über- oder Untertreibungen sind zu vermeiden.

Drittens: Lebenspraxis
Die Religion sagt uns, unser Leben so einzurichten und uns so zu verhalten, daß sowohl unserem eigenen Wohl als auch das der Gesellschaft damit gedient ist. Das wir Häßlichkeiten meiden und “Gottesanbetung” - das Gebet und alles, das unsere Gottesdienerschaft zum Ausdruck bringt - nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Zu all diesem ruft die Religion auf. Wir sehen also, das das, wozu sie uns einlädt, sowohl Anschauung und Überzeugung als auch Ethik, Gesinnung und folglich unsere “Lebenspraxis’ betrifft. Der einzige Weg aber, der zu wahrem Glück führt ist, das wir uns an ihre Maximen und Weisungen halten.

Ist “Religion” erforderlich?
Folgende Frage stellt sich hier und zwar: Kann der Mensch ohne Religion, ohne den Glauben an Gott nicht auch glücklich sein bzw. werden? Es wird doch wohl möglich sein, das in einer GeseIIschaft die Rechte und Pflichten eines jeden gemäß einer guten, aber von Menschenhirn erdachten Gesetzgebung festgelegt und praktiziert werden. Das anstelle der göttlichen bzw. religiösen Weisungen und Bestimmungen ‘weltliche” eingesetzt und befolgt werden, welche die “himmlischen” überflüssig machen.

Bei ein wenig Überlegung und Einblick in die islamische Gebote und Regelungen wird jedoch das Gegenteil einer solchen Annahme und Vorstellung offenkundig. Darum, weil das Augenmerk des Islam - der die letzte, abschließende und vollendete der göttlichen Religionen ist - nicht allein der Anbetung und Huldigung Gottes gilt, sondern darüber hinaus sämtlichen Bereichen des individuellen und gesellschaftlichen menschlichen Lebens, zu dem er optimale Richtlinien und Orientierungshilfen anbietet. Allgemeine, universale als auch spezielle, ins Detail gehende. Regelungen, die in erstaunlicher Weise die Gegebenheiten der Welt und des Lebens berücksichtigen.

Kurz, die praktizierte islamische Gesetzgebung dient sowohl dem Wohlergehen des einzelnen als auch der gesamten Menschheit. Und jeder, der aufgeklärten und gerechten Geistes ist, wird diesem Punkt gewiß beipflichten, nämlich: Die Bestimmungen, die durch den begrenzten Menschenverstand geboren werden, zeichnen sich keinesfalls durch jene hohe Qualität aus, die der göttlichen Gesetzgebung innewohnt. Eine Realität, auf die Gott im Heiligen Koran hinweist. Als Beispiel einige Koranverse: lm 17. Vers der Sure 3, Al-lmran, heißt es: Jene Religion, zu der alle Propheten aufrufen, ist die Religion der Anbetung Gottes und Ergebung in Seinen Willen.

Die “Gelehrten” aber hegten in ihrer fanatischen Ereiferung Feindseligkeit und Zwietracht untereinander. Obwohl sie den rechten Weg vom falschen zu Unterscheiden vermochten, beugten sie sich nicht der Wahrheit. Uneins untereinander, ging ein jeder einen Separaten Weg. Mit dem Ergebnis, das es zu verschiedenen Glaubensgemeinschaften auf Erden kam. Wahrlich, jene, die so handelten, leugneten die Zeichen Gottes. Und Gott wird sie in Bälde für dieses ihr Tun bestrafen. Im 79. Vers der Sure 3, Al-Imran, lesen wir Wer eine andere Religion als den Islam möchte und befolgt..., niemals wird er vor Gott Anerkennung finden und im Jenseits niemals zu den Erretteten gehören.

Der 204. Vers der Sure 2, Baqarah, sagt uns: O Muslime! Gebt euch dem Willen Gottes hin und folget nicht Satan, der euer offenkundiger Feind ist. Fügt der Religion nichts hinzu und nehmt ihr nichts! Und im 93. Vers der Sure 16, NahI, spricht Gott:

O Muslime ! wenn ihr ein Bündnis geschlossen habt, so bleibt ihm treu ! Und wenn ihr schwört und Gott als Zeugen eures Schwurs angerufen habt, so brecht ihn nicht, denn Gott weiß , was ihr tut!

Dieser Koranvers mahnt, das jede Abmachung und jedes Bündnis, das jemand mit Gott oder seinen Mitmenschen abschließt, getreulich einzuhalten ist. Dann, im 126. Vers der Sure 16, NahI, lesen wir: Lade die Menschen zu Gott ein, indem du ihnen die Wahrheit kundtust und sie aufklärst über das , was ihnen zum Wohle und was zum Verderben gereicht.

Berate und ermahne sie mit guten Worten. Mit Andersdenkenden diskutiere in guter Art, damit du in ihnen Interesse für deine Worte wecken und sie (möglicherweise) von Gott Überzeugen kannst. Denn Gott ist wissender als die, welche in die Irre gingen und auch wissender als jene, die den rechten Weg fanden.

Dieser Vers appelliert an die Muslime, im Sinne einer Festigung und Publizierung der Religion mit einem jeden so zu sprechen das er versteht und akzeptiert. Und wenn mit Aufklärung ,freundlicher Ermahnung und dergleichen nichts zu erreichen ist, sollte mittels Diskussion und Debattieren -etwas, wodurch möglicherweise ebenfalls Erkenntnis und Zustimmung erreicht werden können - versucht werden, den Betreffenden auf den Weg Gottes zu führen. Im 203. Vers der Sure 7, A’raf, heißt es: ...

Dieser Koranvers mahnt, nicht zu reden oder sich mit anderen Dingen und Gedanken zu beschäftigen, wenn aus dem Koran rezitiert wird, damit seine Worte und deren Inhalt mit dem Herzen aufgenommen und das göttliche Erbarmen erreicht werden erkönnen...

Und im 62. Vers der Sure 4, Nissa, lesen wir: O die ihr glaubt! Folget den Weisungen Gottes, Seines Gesandten und der Imame, denen zu folgen Gott und der Prophet euch geboten haben. Und wenn ihr an Gott und den Tag der Auferstehung glaubt , so Iöst eure Probleme mit Hilfe des Koran und den Empfehlungen des Propheten. Dieses ist besser für euch und verhilft euch zu einer erfreulichen Zukunft.

Dieses koranische Wort macht darauf aufmerksam, das es für die islamische Gesellschaft kein anderes und geeigneteres Mittel gibt, als ihre Konflikte und Kontroversen, mittels Koran und Sunna des Propheten zu lösen. Und beseitigt ein Muslim mit Hilfe seiner Vernunft eine Schwierigkeit, so geschieht dieses dennoch in Berücksichtigung des Wortes Gottes und eingedenk dessen, daß der Koran selbst an Verstand und Vernunft appelliert und dazu aufruft, von ihnen Gebrauch zu machen.

Im 153. Vers der Sure 3, Al-Imran, läßt Gott uns wissen : Aufgrund Seiner Huld, die Er - Gott - dir schenkt, ist es, das du so freundlich und warmherzig bist. Wärest du abweisend und hart gewesen oder hättest schroff mit ihnen (den Menschen) gesprochen, würden sie dich gemieden haben. Sei daher nachsichtig, wenn sie sich nicht recht verhalten und erbitte Gottes Vergebung für sie. Berate dich mit ihnen in Dingen, die die Öffentlichkeit betreffen. Und da Gott jene, die Ihm vertrauen, gern hat und sie unterstützt, sei zuversichtlich und verlaß dich voll und ganz auf Ihn , wenn du eine Entscheidung getroffen hast. Gutes, wohlwollendes Verhalten und gemeinsames Beraten bewirken Freundschaft und Zuneigung füreinander. Der, welcher die Gesellschaft führt und betreut, sollte dieses beherzigen und bedenken, das er Sympathie und Vertrauen der Bevölkerung besitzen bzw. gewinnen muß, um Einfluß auf sie nehmen zu können.

Der Allmächtige Gott ruft daher Seinen Gesandten, den Betreuenden und Führenden der Muslime, auf, letzteren mit Güte und Nachsicht zu begegnen und sich mit ihnen zu beraten. Doch da nun mal der gewöhnliche Mensch irren und somit Fehlentscheidungen treffen kann - nicht aber der Prophet, da er unfehlbar, “ma´sum” ist - ordnet Gott an: Nach deiner Beratung mit den Muslimen aber treffe deine Entscheidung, und zwar selbstständig .Und da niemand dem Willen Gottes zuwiderhandeln kann, verlaß dich ganz auf Ihn und vertraue Ihm die Angelegenheit an.

Im Zusammenhang mit den Juden und Christen - deren Himmlische Schrift die Thora bzw. das Evangelium ist, die ebenfalls gesellschaftliche Weisungen und Bestimmungen beinhaltet - spricht der Erhabene Gott in der Sure 5 Ma’idah: Doch wie sollten sie deinen Schiedsspruch erkennen , die weil sie doch die Tora in Händen haben , in der Gottes Entscheidung und Gebot ist, von dem sie sich abwenden ? (Sie werden sich mit deinem Richterspruch , der dem der Thora entspricht, nicht zufrieden geben). Darum, weil ihr Glaube an Gott nicht echt ist. Wir haben ihnen (den Kindern Israel) die Thora hinabgesandt, welche Rechtleitung und Licht enthält. Damit die gottergebenen Propheten gemäß diesem Buch unter den Juden Recht sprechen. Und auch die Wissenden und Gelehrten unter ihnen (Juden), deren Aufgabe es ist, das Buch zu schützen, zu bewahren, zu publizieren und ihm gemäß zu entscheiden. Ihr sollt nicht die Menschen fürchten, sondern Mich. Und verachtet Meine Zeichen nicht. Diejenigen, die nicht nach dem entscheiden , was Gott hinabgesandt hat ,sind wahre Ungläubige...

Und wir entsandten anschließend Jesus. Den Sohn der Maria , auf das er bestätigte, was schon vor ihm in der Tora war. Zur Rechtleitung und Ermahnung der Gottesfürchtigen. Die Leute des Evangeliums sollten nach dem vorgehen und entscheiden . was Gott darin hinabgesandt hat. Diejenigen, die nicht nach dem vorgehen und entscheiden was Gott hinabgesandt hat, sind wahre Frevler. Und wir haben dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit es das bestätige, was von Gottes Wort vor diesem da war und darüber Gewißheit gebe. Richte nun zwischen ihnen nach dem, was Gott dir hinabgesandt hat. Die Thora als auch das Evangelium, die heute in der Hand der Juden und Christen sind, bestätigen dieses. Zahlreiche rechtliche und strafrechtliche Bestimmungen sind in der Thora enthalten, und ihre Schari’ah, d.h. ihr Religionsgesetz, wird seitens des Evangeliums ganz offenbar bestätigt.

Resümee
Um es mit den Worten des Koran zu sagen: Die “Religion” ist jene Lebensmethode bzw. jener Lebensweg, dem der Mensch nicht entfliehen kann. Was die Religion und deren Weisungen von den “weltlichen”, das heißt von Menschenhirn erdachten Gesetzen unterscheidet ist, das erstere von dem Erhabenen Gott gegeben wurden, wohingegen letztere auf menschlichen Überlegungen basieren. Die Religion berücksichtigt das irdisch-praktische als auch gottesdienstliche Leben des Menschen und schuf einen harmonischen Bezug zwischen beiden Ebenen. In der weltlichen bzw. staatlichen Gesetzgebung aber bleibt dieser natürliche Zusammenhang unbeachtet.

Pluspunkte der Religion
Die Religion dient also unter anderem der Berichtigung und Entfaltung des Menschen und ist der einzige Weg zu dessen Wohlergehen. Einer Gesellschaft, die sich nicht an der Religion orientiert und sich ihr nicht verbunden fühlt, geht Objektivität und tatsächliche Aufgeklärtheit abhanden. Sie vergeudet ihr kostbares Leben mit Oberflächlichkeiten und seichten Vorstellungen, denen entsprechend sie handelt und in die Irre stolpert. Vernunft und Gewissen tritt sie mit Füßen und verfängt sich in lgnoranz und Torheit, in Häßlichkeiten und Niedrigkeiten. Mit dem Resultat, das ihr das, was sie von den Tieren unterscheidet, verloren geht..., das heißt ihre “Menschlichkeit”.

Ganz abgesehen davon, daß eine solche Gesellschaft wirkliche Entfaltung und Reife und folglich ewige Glückseligkeit nicht erreicht, hat sie schon in diesem ihrem kurzen, flüchtigen Erdendasein die finsteren Folgen ihrer Verirrungen - sozusagen als Vorgeschmack - zu kosten. Das bittere Ergebnis ihrer Ignoranz und Oberflächlichkeit wird sie jedoch früher oder später voll und ganz zu spüren bekommen. Spätestens dann wird ihr - voller Reue darüber, sich dermaßen kurzsichtig und töricht verhalten zu haben -klar werden, das der einzige Weg zum Glück in der Religion, im aufrichtigen Glauben an Gott beruht.

lm 9. Vers der Sure 91, Schams, spricht der Erhabene Gott : Wer sich von Hässlichen fernhält ist errettet. Und der, welcher Verderblichem und Schlechtem „Tor und Tür „öffnet, wird sein Ziel – d.h. Glückseeligkeit und Errettung nicht erreichen. Es gilt also zu wissen und zu bedenken, das das, was zu Wohlergehen und Glück des einzelnen als auch der Gesellschaft führt, in dem Befolgen der göttlichen Weisungen beruht. Das heißt, die religiösen Regelungen und Bestimmungen sind tatsächlich zu praktizieren bzw. zu respektieren, wenn man nicht “verelendigen’ will. Andernfalls..., sich nur als “religiös” und “gottglaubend” zu bezeichnen, ohne dementsprechend zu leben, ist zwecklos. Das, was von Wert ist, ist die Wahrheit selbst, nicht aber ein leeres verbales Beteuern der Wahrheit. Wer ein rohes, niederträchtiges Verhalten an den Tag legt, sich jedoch “Muslim” nennt und auf den “Engel des Glücks” hofft, ist wie ein Kranker, der die ärztliche Verordnung in den Wind schlägt, aber dennoch Genesung erwartet. Ganz gewiß wird er sehr lange darauf warten müssen..., richtiger gesagt, sein Warten wird vergeblich sein.

Der Erhabene Gott spricht im 62. Vers der Sure 2, Baqarah: Wer von den Muslimen, Juden ,Sabäern oder Christen wirklich an Gott und die Auferstehung glaubt und gute Werke tut , wird von Gott belohnt werden . Einige gehen nun möglicherweise in der Annahme, das dieser Koranvers besagt, das alle, die an Gott und die Auferstehung glauben und gut handeln, zu den Erretteten zählen, auch wenn sie die göttlichen Propheten bzw. einige von ihnen nicht akzeptieren. Sie sollten jedoch bedenken, das es in den Versen 150 und 151 der Sure 4, Nissa’, heißt, das der Allwissende Gott diejenigen, die den Propheten oder einigen von ihnen keinen Glauben schenken, als “Kafir”, als “Gott-Trotzende” und “Ungläubige” bezeichnet.

Mit anderen Worten : Jene, die Gott und Seinen Propheten trotzen ,die Gott und Seine und Seine Propheten voneinander trennen und sprechen: “Einigen der Propheten schenken wir Glauben, den anderen nicht”, die also einen Weg zwischen Glauben und Unglauben eingeschlagen haben, sind wahrlich “Kafire”. Das heißt also, daß nur dem der Glaube an Gott und die Auferstehung ein effektiver Gewinn ist, der auch die göttlichen Gesandten akzeptiert, sich wohlverhält und Gutes tut.

Leben in der Gemeinschaft
Wenn wir ein wenig in die Geschichte der Völker und Gesellschaften hineinschauen, stellen wir fest, das der Mensch niemals etwas anderes anstrebte und wollte als sein Glück. Das aber ist selbstredend nur dann möglich, wenn ihm das, was er zu einem menschenwürdigen Leben benötigt, zur Verfügung steht. Nun ist es aber so - und ein jeder ist darüber im Bilde -daß der Mensch nicht alles, was er zu seinem Wohlergehen bedarf und braucht, selbst und allein “beschaffen” bzw. bewerkstelligen kann. Daß er - sich selbst Überlassen - nur schwerlich in der Lage ist, sämtlichen Bedürfnissen seines Lebens entsprechen und sich entfalten zu können. Darum sucht er ‘Hilfe” im sozialen Leben, das heißt im Miteinander mit seinen Mitmenschen. Die Zusammenarbeit mit anderen macht es ihm möglich, auf relativ einfache Weise seinen Erfordernissen gerecht werden zu können. Hand in Hand mit seinen Mitmenschen sorgt er für das, was er benötigt..., genauer gesagt , was benötigt wird.

Mit anderen Worten: Jeder in der Gesellschaft trägt Seinen Teil dazu bei, um das, was ganz allgemein zum menschlichen Leben notwendig ist, zu beschaffen bzw. bereitzustellen Alles, was durch die Konstruktivität bzw. Produktivität der einzelnen Gesellschaftsmitglieder erreicht wird, wird ‘zusammengetragen” und “zusammengefügt”, woraufhin dann ein jeder - im allgemeinen entsprechend seiner Bemühungen, Leistungen und sozialen Situation bzw. Position - Anteil an dieser “Gesamtheit der Mittel”, an diesem “Gesamtsozialprodukt” hat und mit dessen Hilfe das Rad seines Lebens in Gang halten kann. Gemeinsam mit den anderen bemüht er sich also um das, was er zu seinem Leben und Wohlergehen braucht. Das besagt, das im Grunde alle füreinander arbeiten und schaffen und ein jeder an der Gesamtheit des Erreichten und Erworbenen teilhat.

Ohne Regelungen geht es nicht
Selbstredend wollen alle aus dieser besagten “Gesamtsozialprodukt”, zu dem sie entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten beigetragen haben, schöpfen. Und das sich dabei ihre Interessen Überschneiden, ist eine völlig natürliche und bekannte Folge. Wohl einem jeden ist klar, das dieses - besonders deswegen, da es um materielle Aspekte und Nutznießrungen geht - zu einer Reihe von Konflikten und Reibereien führen würde, wenn keine entsprechenden Regelungen vorhanden wären. Daher also, um ein gesundes gesellschaftliches Leben aufrechterhalten bzw. ermöglichen zu können, sind Bestimmungen notwendig, mittels derer chaotischen Zuständen in der Bevölkerung vorgebeugt werden kann. Denn: Ohne geeignete Anordnungen und Richtlinien, mittels derer für ein geregeltes und konstruktives soziales Lehen gesorgt wird, käme es ganz gewiß zu katastrophalen Folgen. Und niemand dürfte daran zweifeln, daß sich eine Gesellschaft, in der statt einer ordentlichen Gesetzgebung das “Dschungelgesetz” herrscht, nicht Über Wasser halten kann.

Diese Gesetze und Regelungen in den verschiedenen Gesellschaften sind jedoch nicht einheitlich. Da sie in engem Bezug zu den jeweiligen kulturellen und geistigen Bedingungen und Anschauungen der einzelnen Völker als auch den differenten Herrschaftssystemen stehen, unterscheiden sie sich. Aber: Keine Gesellschaft kann ohne - ihre Zustimmung findenden - Regelungen, Bestimmungen, Sitten und Gepflogenheiten sein, und niemals hat es in der bisherigen Menschheitsgeschichte ein Volk gegeben, in dem es keine allgemeinen Bräuche, Richtlinien und Weisungen gegeben hätte.

Quwelle: http://www.islamischer-weg.de

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