Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası—Seyyid Hakkı, 1965 Dersim doğumlu ve Seyyid Seyfettin Ocağı evladı.—Allah Muhammed ya Ali.
Seyyid Hakkı
Alevi Inanç Din Bilgileri sayfası.

Seite 12-


Das “ABC” des Islam, Seite 12

Gerechtigkeit
Im Heiligen Koran und in zahlreichen Riwayat unserer Großen der Religion wird Gerechtigkeit unterteilt in eine “individuelle” und eine “soziale”. Beiden Formen schenkt der Islam hohe Aufmerksamkeit. Von “individueller Gerechtigkeit” sprechen wir, wenn der Einzelne Lügen, Verleumdungen und sämtliche “grollen Sünden” meidet. Kurz, wenn er sich Hässlichkeiten nicht hingibt und das tat, was recht und gut ist. Wer sich an diese ethische Grundregel hält, ist als “redlich” und “gerecht” zu bezeichnen, denn niemandem fügt er Unrecht zu, gegen niemanden verhält er sich ungerecht, Gemäß der islamischen Bestimmungen kann der, der gerecht-“‘adil”-ist und über die erforderlichen Kenntnisse und das entsprechende Bildungs- und Wissensniveau verfügt, “Marqa’ Taqlid” sein, mit richterlichen und Führungsaufgaben sowie anderen wichtigen Faktionen in der Gesellschaft beauftragt werden. Wer aber dieses “‘Adil-Seins” entbehrt, darf-auch wenn er höchstes Fachwissen besäße-mit derartigen Verantwortungen nicht betragt werden.

“Soziale Gerechtigkeit” bedeutet, das die Rechte der anderen gewahrt bleiben. Das ihnen so, wie sie sind - ohne Über- und Untertreibung - entsprochen wird und alle vor dem Gesetz - dem Gesetz Gottes - gleich bzw. gleichberechtigt sind. Das bei der Durchführung der religiösen Bestimmungen nicht gegen das, was Recht und richtig ist, verstoßen und das Maß des Rechtes nicht überschritten wird. (Unter anderem im Strafvollzug). Das man sich von Empfindungen und Sympathie nicht übermannen läßt und dadurch vom rechten, “gerechten” Weg abkommt.

Der Erhabene Gott spricht im 90. Vers der Sure 16, Nahi: Gott gebietet euch , Gerechtigkeit walten zu lassen. Richte unter dem Volk in Gerechtigkeit. In vielen Koranversen und Ahadit wird zu Gerechtigkeit in Wort und Tat aufgerufen. Und an mehreren Stellen des Heiligen Koran verdammt Gott jene, die Unrecht tun, also “angerecht” sind.

Ungerechtigkeit, Tyrannei...
Der Erhabene Gott hat im Heiligen Koran aberhunderter Male auf das Übel von Unrecht und Tyrannei hingewiesen und vor dieser Häßlichkeit, die wahrhaftig dämonisch ist, eindringlich gewarnt. In zwei Dritteln der Koransuren -insgesamt sind es 114 Suren - ist von Unrecht und Tyrannei die Rede. Niemand ist auf Erden, der nicht wußte, wie häßlich und unheilvoll Unrecht und Ungerechtigkeit sind, wie viel Leid und Unglück durch sie geboren werden, wie viel Zerstörung, Blutvergießen, Tränen... Offenkundig ist aber auch, das tyrannische Herrschaften, so gewaltig und stabil sie auch scheinen mögen, auf keinem festen Fundament ruhen. Das den Tyrannen über kurz oder lang das Dach ihres Schlosses über ihren Köpfen zusammenstürzt...
Gott spricht im 144. Vers der Sure 6, An’am: Gewiß wird Gott die Unrechttuenden nicht ans letztlich Ziel gelangen lassen. Und die Imame (as.) sagten: Besitz und Macht lassen sich durch Unglauben wohl erhalten, nicht aber durch Tyrannei.

Zwischenmenschliche Beziehungen
Der Mensch lebt in der Gemeinschaft and kann der Begegnung mit anderen nicht entfliehen. Ein guter Umgang mit seinen Mitmenschen ist ihm somit nur zum Wohl. Sein soziales Empfinden als auch seine gesellschaftliche Situation werden dadurch unterstützt. Gute gesunde zwischenmenschliche Beziehungen tragen dazu bei, das er Tag für Tag “hinzugewinnt”, sowohl hinsichtlich seines materiellen als auch geistigen Lebens. Ganz abgesehen davon, das er seine -Probleme leichter zu bewältigen vermag, wenn er nicht allein dasteht. Er tut daher gut daran, den Mitmenschen so zu begegnen, das er sie “für sich gewinnt” und sie ihm wohlgesonnen sind. Sein gutes, gesittetes und freundliches Verhalten führt dazu, das sie ihn “mögen” und die Zahl jener, die ihm zur Seite stehen, anwächst.

Einem jeden dürfte dieses bekannt sein: Wer anderen grob bzw. gleichgültig begegnet, ruft in ihnen Antipathie hervor. Sie werden ihm ebenfalls die “kalte Schulter” zeigen und ihn gar meiden und fliehen. Es wird soweit kommen, das er in der Gesellschaft, zu der er gehört und in der er lebt, isoliert ist..., ein Fremder in der eigenen Heimat. Derartiges aber, nämlich gemieden von allen zu sein, zählt zu den betrüblichsten Dingen, die einem Menschen begegnen können.

Darum ruft der Islam zu guten, gesunden zwischenmenschlichen Beziehungen auf, zu Wohlverhalten den Mitmenschen gegenüber. Er gibt hervorragend Empfehlungen zu einem erfreulichen Miteinander an die Hand. Unter anderem: Grüße, wenn du anderen begegnest.., und bemühe dich, stets als erster zu grüßen!

Prophet Muhammad war auch diesbezüglich bestes Vorbild. Er entbot seinen Friedensgruß - “Salam alaykum” - in der Regel als erster, ob er Frauen, Kindern oder Männern begegnete. Das heißt er grüßte, noch bevor man ihn grüßte. Es war ihm sehr daran gelegen, als erster zu grüßen. Doch kam ihm hin und wieder jemand zuvor, so beantwortete er dessen Gruß freundlicher und zuvorkommender als dieser ihn gegrüßt hatte.

Im 85. Vers der Sure 4, Nissa’, lesen wir dieses Gotteswort: Wenn euch jemand Grüßt , so antwortet seinem Gruß ebenso oder noch wohlgefälliger. Auch mahnte Gott, das ein jeder dem anderen bescheiden und respektvoll begegnen sollte. Hierzu lesen wir im 63. Vers der Sure 25, Furqan: Würdige Gottesgeschöpfe sind , die dem Mitmenschen mit allen Respekt und in aller Demut (Bescheidenheit) begegnen .

Auf folgendes ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen, um Mißverständnisse auszuschalten. Wenn Gott sagt, begegne dem anderen in “Demut”, so ist mit dieser “Demut” nicht gemeint, das man sich vor dem Mitmenschen erniedrigt und wertlos zeigt. womit der eigenen Persönlichkeit Schaden zugefügt wird. Sondern mit dieser “Demut”, von der hier die Rede ist, ist gemeint, das man bescheiden bleibt und mit seinen eigenen Erfolgen und Leistungen vor anderen nicht prahlt.

Das m Privilegien erwartet, andere nicht abwertet und gering einstuft. Und wenn zu Respekt und Hochachtung anderen gegenüber aufgerufen wird, so heißt das keinesfalls, andere zu hofieren , vor ihnen zu “buckeln”, zu “kriechen” bzw. ihnen zu “schmeicheln”. Sie sind zu respektieren, wie es ihnen zukommt. Die “Großen” der Gesellschaft entsprechend ihrer Verdienste und die übrigen so, wie es ihrer menschlichen Würde zukommt. Gemeint ist auch nicht, das man ein jegliches menschenunwürdiges” Tun übersieht und schweigend hinnimmt. In der Annahme, seinen Respekt anderen gegenüber zum Ausdruck bringen zu müssen. Oder sich in einer Versammlung, in der sich alle in menschenunwürdiger Weise verhalten bzw. Dinge tun, die dem göttlichen Gebot widersprechen, zu fügen, “mit dem Strome zu schwimmen” und mitzumachen, und nicht “unangenehm aufzufallen”.

Nein, derlei ist mit “Respekt” und “Hochachtung” nicht gemeint. Vielmehr ist es so, das mit unserem Respekt anderen gegenüber unser Respekt vor deren menschlicher Würde zum Ausdruck gebracht werden soll. Diese aber hat mit der äußeren Gestalt des Betreffenden, dessen “Habitus” und fragwürdigen Orden etc. nichts zu tun... Daher..., wenn jemand hingeht und diese seine menschliche Würde und gute, gottwohlgefällige Gesinnung zugrunderichtet, so gibt es keinen Grund, derlei zu würdigen. Prophet Muhammad (s.a.a.s) sprach: Sich anderer zu fügen darf nicht soweit gehen, das gegen Gottes Wort verstoßen wird.

Nicht mit Worten, nicht mit Taten
Nicht mit Worten, nicht durch unser Verhalten dürfen wir anderen Leid zufügen. Das heißt, weder dürfen wir unsere Mitmenschen beschimpfen, verleumden, verhöhnen und dergleichen, noch ihnen durch unser Vorgehen und Handein weh tun. Kurz, Unrecht und Leid, das anderen zugefügt wird und Unheil, das verarscht und verbreitet wird, sind Dinge, die Wohl, Frieden und Ruhe des menschlichen Lebens-des individuellen wie auch sozialen-stören und zunichte machen. Derartigem beugt das islamische Gesetz, das vor allen Dingen dem Wohl der Gesellschaft Bedeutung beimißt, mit seinen Bestimmungen vor. Gott sagt im 58. Vers der Sure 33, Ahzab Wer muslimische Frauen und Männer ungerechtfertigt behelligt, belädt sich mit großer Stünde. Und Prophet Muhammad (s.a.a.s.) sprach: Wer sich gegen einen Muslim schlecht verhält, verhält sich mir gegenüber schlecht. Und wer sich mir gegenüber schlecht verhält, verhält sich Gott gegenüber schlecht. Er wird in Thora , Evangelium und Koran verflucht.
Auch mahnte er: Wer einen Muslim mit bösen, harten Blicken ängstigt, den wird Gott am Tage der Auferstehung in Angst und Schrecken versetzen.

“Suche die Guten”
Der Mensch hat in der Regel zu vielen Kontakt. Mit den einen mehr, mit den anderen weniger. Einige aber sind es, denen er besonders verbunden ist, zu denen er freundschaftliche Beziehungen unterhält. Sie sind ihm lieber und vertrauter als die übrigen. Unter anderem deswegen, weil sie denken und empfinden wir er. Sie sind ihm nicht fremd, stehen ihm innerlich nah. Nun ist es aber so, das Verhalten und Gesinnung jener, mit denen man oft zusammen ist, Einfluß auf uns nehmen und auf uns, wie man so sagt, “abfärben”. Darum ist es wichtig, darauf zu achten, mit wem wir in engeren Kontakt treten. Es sollten Freunde sein, von denen wir lernen können, die uns nicht “ausnutzen” und uns nicht zu Häßlichkeiten verleiten. So wird Freundschaft zu einem Gewinn für uns. Ganz abgesehen davon, das gute Freunde unserem Image zugute kommen und uns in unserem Leben Halt und Stütze sind. Amir al Mu’minan Ali (a.s.) sagte: Die besten Freunde sind dir jene, dich dich zum Guten motivieren. Auch erinnerte an dieses: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir wer du bist. Das heißt, die Wertigkeit eines Menschen ist auch unter Berücksichtigung jener, mit denen er befreundet ist, festzustellen.

Meide üble „ Charaktere“
Sich mit üblen “Charakteren’ zu befreunden ist niemals ein Gewinn. im Gegenteil. Derartige Freundschaften und Beziehungen führen dazu, das Klarheit und wahre Freude aus unserem Leben weichen. Fragen wir beispielsweise “Kriminelle”, warum sie auf die schiefe Bahn geraten sind, so antworten sie in der Regel: Wir hatten schlechten Umgang. Wir gaben uns mit “üblen Charakteren” ab, mit Dieben, Hehlern, Ganoven, Rauschgiftsüchtigen... Sic haben uns zu unseren Straftaten verleitet. Kaum ein Straffälliggewordener ist anzutreffen, der aus freien Stücken , d.h. ohne dazu animiert bzw. motiviert worden zu sein, seine „kriminelle Laufbahn „ eingeschlagen hätte. Amir al Muminan Ali (a.s) warnte: Hüte dich vor Umgang mit Frevlern. Sie werden dich zu dem machen, was sie selbst sind. Darum, weil sie dich nicht akzeptieren, wenn du anders sein willst als sie. Auch mahnte er: Halte dich fern von Gaunern und Ganoven, da sic dich zu einem schnöden Preis verschachern werden.

Aufrichtigkeit
Das, was einer Gesellschaft zugrunde liegt, sind die ihrer einzelnen Mitglieder zueinander. Diese Kontakte werden vor allen Dingen durch Worte hergestellt. Man spricht miteinander, teilt sich gegenseitig seine Gedanken, Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen und Besorgnisse mit..., sagt, was man benötig, schaffen und erreichen möchte. Das heißt, die gesunde Kommunikation, das aufrichtige Gespräch, das Wahrheiten vermittelt, zählt zu den Notwendigkeiten einer intakten Gesellschaft. Wenn sie sich entfalten und Fortschritte erzielen möchte, kann sie darauf nicht verzichten.

All das Positive, das durch Aufrichtigkeit geboren wird, läßt sich in einigen wenigen Stützen zusammenfassen: Erstens: Der Aufrichtige genießt das Vertrauen seiner Umwelt, welche sich nicht genötigt sich, die jedes seiner Worte zu überprüfen. Zweitens: Er steht vor sich selber “aufrecht” da und ist vor den ständigen Sorgen , die das Lügen dem Lügner bereitet, bewahrt.

Drittens: Der Aufrichtige hält sich an sein Versprechen und hütet das was man ihm anvertraut, denn er ist ehrlich und somit zuverlässig in Wort und Tat. Viertens: Durch Aufrichtigkeit wird Mißverständnissen und Konflikten vorgebeugt. Denn das Gros aller Kontroversen und zwischenmenschlichen Probleme entsteht dadurch, das man zueinander nicht ehrlich ist.

Fünftens: Die meisten moralischen “Mankos” und Vorstöße gegen Recht und Gerechtigkeit lassen sich durch Aufrichtigkeit vermeiden bzw. ausschalten. Darum, weil viele nur deswegen, am irgendwelche “Schwachstellen” zu bemänteln, zur Lüge und anderen Häßlichkeiten greifen.

Amir al Mu’minan Au (a.s.) mahnte: Wahrer Muslim ist der, welcher auch wenn es zu seinem Nachteil wäre – die Wahrheit kundtut und ihr vor der Lüge – gleichwohl diese dein äußerem Schein nach zu seinem Vorteil wäre, den Vorzug gibt. Durch diese Aufrichtigkeit aber findet er zu innerer Ruhe , nicht durch Lüge.

Über die Lüge
Das Negative der Lüge ist im großen und ganzen bekannt. Darum wollen wir nur noch an folgenden Punkt erinnern: Unaufrichtigkeit ist der Erzfeind einer jeden Gemeinschaft und Gesellschaft und führt zu deren Ruin, wenn nicht Abhilfe geschaffen wird. Darum, weil die Lüge wie Rauschgift wirkt, das nach und nach des Menschen Vernunft und Gewissen einschläfert. Weil sie die Tatsachen verschleiert und letztendlich die Fähigkeit raubt, Schlechtes von Gutem unterscheiden zu können. Im Islam wird daher die Lüge als eine große Sünde betrachtet und gewertet.

Prophet Muhammad (s.a.a.s.) sagte: Drei Gruppen sind„ munafiq„, d.h. heuchlerisch, und unehrlich..., auch wenn sie das Gebet sprechen und fasten sollten: Zum einen die Lügner, dann diejenigen, die das, was sie versprechen, nicht halten und drittens jene, die an dem, was man ihnen anvertraut, Verrat begehen. Imam Au (a.s.) mahnte: Der wird die Süße des Glaubens kosten, der die Lüge -auch wenn sie nur im Scherz über die Lippen käme– onsequent meidet.

Zu Lügen ist nicht nur religionsrechtlich gesehen häßlich und sündig, sondern wird “instinktiv” vom Menschen abgelehnt. Sein Gewissen, sein inneres Erkennen sträuben sich gegen Unehrlichkeit und Unwahrheiten. Nein, die Lüge ist des Menschen nicht würdig... Unter anderem deswegen, weil ein gesundes Miteinanderleben und -arbeiten durch Unaufrichtigkeit “zersetzt” und “faulig” wird. Und so in einer Gemeinschaft statt der Ehrlichkeit die Lüge herrscht, wird erstere-d.h. die Gemeinschaft-rasch zugrundegehend. Schließlich sind Zuverlässigkeit und Vertrauen jene wesentliche Basis, die einer jeden Gesellschaft - sei sie groß oder klein - Halt geben. Wie schlimm lebt es sich doch in einer “Gemeinschaft”, in der der eine dem anderen mißtraut, in der Unehrlichkeit und Argwohn das Zepter führen! Mehr oder weniger isoliert voneinander leben die einzelnen “miteinander”, eben wegen des Mißtrauens und der Unzuverlässigkeit, die unter ihnen gegeben sind...

Ganz abgesehen davon: Der Mensch hat in seinem Leben ununterbrochen mit externen Faktoren zu tun. Mit ihnen steht sein Leben in engem Zusammenhang. Er arbeitet, schafft und müht sich und benutzt dazu sein Denken, Wissen und seine Informationen. Informationen, die er selbst erwirbt oder aber durch seine Mitmenschen erhält... Kurz, er ist auf richtige Kenntnisse angewiesen..., sei es, das er sie selbst gewinnt oder durch andere in Erfahrung bringt. Das falsche Mitteilungen und Resultate das Rad seines Lehens aus der Bahn werfen können, ist allseits bekannt. Wird ihm - um ein simples Beispiel- anzuführen -gesagt, das er jenen Weg einzuschlagen hat, um ans Ziel zu kommen, sich dieser Weg aber als Irrweg oder Abgrund erweist, so schliddert er, wenn er dieser falschen Information Glauben schenkt und sich an ihr orientiert, möglicherweise in ein höchst unerfreuliches Fiasko hinein..., ganz zu schweigen davon, das er seine Zeit und Kraft vergeudet.

Kurz, wenn es die Lüge ist, die in einer Gesellschaft das Sagen hat, wird sich niemand mehr auf den anderen verlassen können, da nur noch falsche Informationen und Berichte kursieren und einer dem anderen mit Argwohn und Mißtrauen begegnet. Ein großes Dilemma für die betroffene Gesellschaft, ein Dilemma, das sie in den Ruin treibt. Daher: Ein Lügner ist eine “Person ohne Persönlichkeit”. ist jemand, der gewissenlos betrügt..., ein Feind der Gesellschaft. Er ist unzuverlässig, anglaubwürdig und schaufelt sich selbst - sich mit eigenen Händen der göttlichen Verdammnis aussetzend - sein Grab...

Üble Nachrede, Verleumden
Über andere negativ zu sprechen - und dazu noch hinter ihrem Rücken-ist “üble Nachrede”. Und wenn derartiges gar auf Unwahrheit beruht, so bezeichnet man es als “Verleumdung”. Gott hat den Menschen-mit Ausnahme der Propheten und Imame (a.s.)-nicht “unfehlbar” erschaffen. Und ein jeder begeht, aufgrund seiner ‘Schwachstellen’, Fehler und strauchelt hin und wieder. Mit anderen Worten, die meisten leben ihr Lehen sind ihren Mängeln und Unzulänglichkeiten, ohne das diese den Mitmenschen sonderlich auffallen. Auch hierin - d.h., das die Unzulänglichkeiten des Menschen seiner Umwelt mehr oder weniger verborgen bleiben - ist die Weisheit des Allmächtigen und Erhabenen Gottes zu erkennen. Wie könnte sich auch der einzelne in Ruhe entfalten und an sich selbst “arbeiten’, wenn er ständig auf seine schwachen Punkte hingewiesen und an den Pranger gestellt würde.

Gott hat aber in Seiner grenzenlosen Huld und Weisheit einen “Schleier” über die Mängel des Menschen gelegt. Entfernte man diesen nur für einen Augenblick, so wären Seine Mitmenschen über seine Schwächen gleich im Bilde. Man würde ihn mit “anderen Augen” betrachten und möglicherweise einen Bogen um ihn machen. Das aber wäre das Ende einer intakten Gesellschaft... Der Erhabene Gott hat daher strikt untersagt, über andere “schlecht zu reden”, sie in den Augen anderer abzuwerten. Damit das Milieu ein gutes und freundliches sei, in dessen Frieden einem jeden die Gelegenheit gegeben ist, sich unbehelligt und in aller Ruhe berichtigen zu können.

Gott spricht im 12. Vers der Sure 49, Hugurat: Meidet üble Nachrede, denn über seine muslimischen Geschwister schlecht zu sprechen ist so, als würde man am Fleisch seines toten (wehrlosen) Bruders nagen. Zu verleumden aber ist noch um ein Vielfaches schlimmer als üble Nachrede. Wie abgrundtief häßlich und niedrig derartiges ist, ist dem, der sich sein menschliches Empfinden bewahrt hat, offenkundig. Gott weist auf das schwere Vergehen dessen, der verleumdet, hin und spricht im 105. Vers der Sure 16, NahI: Die Verleumder glauben nicht an Gott...

Schändung, Entehrung...
Unzucht und die dadurch entstehende Entehrung bzw. Schändung zahlen zu den Kardinalsunden und werden hart geahndet. Derartiges, auch wenn beide Seiten damit einverstanden sein sollten, bringt das gesunde Familienfundament, dem der Islam hohe Bedeutung beimißt, ins Schwanken. Mitbetroffen sind weitere Regelungen wie z.B. die erbgesetzlichen Bestimmungen, ganz geschweige davon, das das Verhältnis zwischen Eltern und Kind getrübt und eine intakte, legitim-natürliche Fortpflanzung der menschlichen Gattung, die nur durch eine ordnungsgemäße Ehe- und Familiengründung gewährleistet werden kann, durch derlei Praktiken empfindlich und folgenschwer gestört werden...

Selbstwürde und Redlichkeit
Die Schöpfungsordnung hat den Menschen als soziales Wesen, das auf die Zusammenarbeit seiner Mitmenschen angewiesen ist, erschaffen. Sie rüstete ihn so aus, das er sich - wenn auch in der Gemeinschaft mit anderen - mit eigener Kraft über Wasser und durch seiner Hände Arbeit das Rad seines Lebens in Gang halten kann. Zweifellos steht die Selbstwürde eines jeden in engem Zusammenhang damit, das er mit Hilfe seiner gottgegebenen Fähigkeiten seinen Weg zu gehen vermag...bis ans Ziel . Das er sich selbst am seinen Lebensunterhalt bemüht und sich nicht auf die Hilfe seiner Mitmenschen stützt. Selbstwürde ist etwas, das den Menschen daran hindert, sich einem niedrigen, „würdelosen“ Lebenswandel hinzugeben und ihn vor vielerlei Hässlichkeiten bewahrt. Wer keine Selbstachtung besitzt und bettelnd und heischend die Hände nach diesem und jenem ausstreckt, gibt sich, seinem Willen und seine Persönlichkeit sehr leicht aus der Hand. Er verkauft oder verliert sich an andere. Tat, was sie ihm sagen..., willenlos, unterwürfig. Auch wenn das, was sie verlangen, von Übel ist und seine individuelle Freiheit, sein Ansehen und seine Menschenwürde zerstört.

Viele Verbrechen wie Mord, Raub und Vergewaltigung als auch ganz allgemein moralische Entgleisungen wie Lüge, Kriecherei, Vaterlandsverrat, Fremdhörigkeit und dergleichen sind darauf zurückzuführen, das man nicht gelernt hat, auf eigenen Füßen zu stehen und sich seine Selbstwürde zu erhalten. Wer dahingegen mit Selbstwürde “gekrönt” ist, wird sich keiner Macht-aller der göttlichen-zu Füßen werfen. Er wird sich Unrecht, Niedrigkeiten und Häßliichkeiten niemals fügen, sondern stets das, was er als gut und richtig erkennt und weiß, verteidigen. Kurz, Selbstwürde ist das idealste Mittel, mit dem Redlichkeit und Aufrichtigkeit, mit dem eine edle Gesinnung zu schützen sind...

Reich ihnen deine Hand!
In jeder Gesellschaft gilt es jene, die Hilfe benötigen. Dieses ist eine nicht zu Ieugnende Tatsache. Und wer dazu in der Lage ist, hat die Pflicht, ihnen zu helfen. Dieses Anrecht der Bedürftigen auf Unterstützung durch die Vermögenden darf nicht geschmälert bzw. mit Füßen getreten werden. Auf dieses Recht, das die Mittellosen der Gesellschaft an den “Bemittelten” haben, weist der Islam unter Nachdruck hin und verpflichtet letztere, den erstgenannten ihre Unterstützung nicht zu versagen. Der Erhabene Gott bezeichnet Sich im Heiligen Koran als Gurtestuenden, als Gebenden, Großzügigen und Verzeihenden. Er ruft den Menschen auf, sich ebenfalls um diese Eigenschaften zu bemühen und sagt: Gott ist mit den Gurtestuenden! Das, was ihr spendet, kommt euch selbst zugute. Das, was ihr spendet, wird zu euch zurückkehren. Ihr nehmt also keinen Schaden dadurch.

Bei genauerem Hinsehen stellen wir fest, wie zutreffend Koranverse sind. Denn defakto ist es doch so, das alle Kräfte einer Gesellschaft für alle arbeiten. Wenn nun eine Bevölkerungsgruppe aus Unvermögen, Mittellosigkeit und ähnlichen Gründen heraus nicht arbeiten bzw. “produktiv” sein kann, so leidet nicht nur sie selbst darunter, sondern die Sozia!wirtschaft gerät ebenfalls in Mitleidenschaft. Dieses aber geht zu Lasten aller, auch der Vermögenden. Wenn diese jedoch hingehen und den Mittellosen aus eigener Tasche unter die Arme greifen, so wirkt sich das äußerst wohltuend aus. Auf alle, auch auf die Gebenden, denn Erstens: Sie gewinnen die Sympathie der Notleidenden, denen sie helfen..., ganz abgesehen davon, das sie selbst durch ihr humanes Vorgehen zu innerer Freude finden.

Zweitens: Die Gesellschaft bringt ihnen Achtung und Respekt entgegen. Drittens: Sie erreichen deren Wohlwollen und Unterstützung, da sie-die Gesellschaft-ganz allgemein humanitäres Engagement zu schätzen weiß . Viertens: Sie gehen der Gefahr, das sich die Notleidenden und Hungrigen eines Tages zum Aufstand gegen die “Habenden” zusammentun, aus dem Wege.

Fünftens: Wenn auch das, was die einzelnen geben, nicht viel sein mag, so trägt es doch in der Gesamtheit mit den Unterstützungen der anderen dazu bei, das das Rad der Sozialwirtschaft in Gang schalten werden kann, ganz abgesehen davon, das das soziale Leben dadurch geschützt wird. Auch dieses kommt ihnen-den Gebenden-ebenfalls zugute. Zahlreiche Koranverse und Riwayat sind uns Überliefert worden, in denen auf den Wert des “Spendens auf dem Wege Gottes” hingewiesen wird.

Zusammenarbeit, Mithilfe
Dieses ‘Einander-Beistehen” ist in dem ganz natürlichen, im Menschen veranlagten Gemeinsamkeits- und Zusammenarbeitsstreben begründet. Und-wie bereits gesagt-nur auf einer solchen Basis kann eine Gesellschaft zu Fortschritt und Erblühen gelangen. Wir alle wissen: Eine jede Gemeinschaft ist nur dann existenzfähig, wenn ihre Mitglieder Hand in Hand arbeiten und einander Stütze und Hilfe sind. Ganz abgesehen davon braucht auch der einzelne die Gemeinschaft mit seinen Mitmenschen. Um seinen individuellen Bedürfnissen gerecht werden zu können, ist er - wir sprachen eingangs schon darüber - auf das Miteinander mit den anderen angewiesen..., auf ihre Mitarbeit, ihre Mithilfe, ihr Mitdenken.

Diese im Islam gemeinte Mithilfe und Unterstützung ist nicht nur “eindimensional’, ist nicht nur materieller Art. Nein, auch auf geistiger, ethischer und wissenschaftlicher Ebene ist “Zusammenarbeit” erforderlich. Diesen Punkt betont nicht allein der Islam, sondern das menschliche Gewissen, die menschliche Natur selbst erinnern daran. Dem Analphabeten ist Lesen und Schreiben beizubringen, der Blinde ist an der Hand zu nehmen, der Verirrte auf den rechten Weg hin führen, der Gestürzte ist aufzurichten... All dieses fällt in den Bereich “Mithilfe, Zusammenarbeit.” Und mit dem ersten Tag, da sich eine Gemeinschaft bildet, haben deren Mitglieder zu diesem Miteinander und Füreinander ‘Ja! gesagt und sich dazu, auch ohne es speziell auszusprechen oder schriftlich niederzulegen, ‘instinktiv’ verpflichtet.

Dieses Miteinander und Füreinander, dieses Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, der den Menschen als “Menschen” kennzeichnet, entspricht seiner Natur und Schöpfung. Er wurde nun einmal als soziales und sozial empfindendes Wesen erschaffen. Wenn er daher hingeht und seine sozialen Aufgaben und Verpflichtungen-so geringfügig sie auch sein mögen -vernachlässigt und auf die leichte Schulter nimmt, wird er nach und nach-gewöhnt an fehlendes Verantwortungsbewußtsein-auch wichtigen menschlichen Verantwortungen bzw. großen humanitãren und gesellschaftlichen Belangen keine Bedeutung mehr beimessen. Das aber wäre ein Zeichen für asoziales Verhalten”, was seiner Natur widerspräche. Ware ein Verstoß gegen seine Schöpfung, die ihn unsozial und sozial denkend” wollte.

Karitatives Engagement
Das humanitäres Verhalten hoch eingestuft wird, ist auf all das Positive zurückzuführen, das durch eine “humane” Gesinnung verursacht wird. Je universaler dieses Engagement ist, umso effektiver ist es auch. Einen Kranken zum Beispiel zu behandeln und zu heilen, ist gut und Iobenswert. Doch ein Krankenhaus zu bauen und viele Kranke in ihm versorgen und genesen zu lassen, ist selbstverständlich weitaus wirkungsvoller. Einen einzelnen Schüler zu unterrichten ist ebenfalls eine gute Sache, jedoch nicht zu vergleichen mit der Gründung einer Schule, in der Jahr für Jahr hunderter Schülern Wissen vermittelt wird.

Mit anderen Worten: Allgemeine karitative Einrichtungen und Stiftungen zu schaffen und zu erhalten-der Gesellschaft zum Wohle-ist zweifellos Zeichen und Nachweis für praktizierte Nächstenliebe. Die islamische Terminologie bezeichnet “Wohltätigkeit im Rahmen von Stiftungen und dergleichen” als “Sadaqeh Garieh’, als Wohltätigkeit voll bleibendem Wert. Prophet Muhammad (s.a.a.s.) sprach: Zwei Dinge sind es, die der Muslim zur Ehre gereichen: ereichen: Wohlgeratene Kinder und „ Sadaqeh Garieh“. Wie wir aus dem Heiligen Koran und der Sunna erfahren, wird Gott dem Gründer bzw. Stifter “karitativer Einrichtungen”-und zwar solange diese bestehen-ein “Ausgezeichnet” in sein Lebensbuch schreiben.

Selbstlosigkeit, Selbstverzicht...
Kein Zweifel..., menschliches Gewissen und menschenwürdiges Leben stehen in engem Zusammenhang miteinander. Ein Leben, dem Ehre und Würde fehlen und in dem das tatsächliche Glück des Menschen nicht berücksichtigt wird, ist nicht als Leben, zumindest nicht als “menschenwürdiges” Lehen zu bezeichnen. Es ist vielmehr ein Dahinvegetieren, ein Dahinsiechen, ein allmähliches Sterben..., bitterer als der natürliche Tod. Wer Wert auf seine Würde und sein Glück legt, sollte daher ganz gewiß ein solch niedriges Leben, das Sterben und Tod ähnlich ist, fliehen. Wo, in welchem Milieu und nach weichem Motto der Mensch auch lebt..., er ahnt aufgrund seiner ihm von Gott gegebenen Vernunft und Natur, das “Tod auf dem Wege dessen, das ihm heilig ist”, Glück bedeutet.

Dieses Thema, dieses Denken äußert sich in der religiösen Weltanschauung klarer, verständlicher und logischer als in jeder anderen Ideologie und Lehre und ist weit entfernt von törichten, absurden Wertvorstellungen. Denn wer seine religiöse Überzeugung, seinen Glauben an Gott verteidigt und sein Leben auf diesem Wege einsetzt und hergibt weiß, das er sich damit keinen Verlust zufügt. Im Gegenteil..., er hat die paar Tage Erdenleben auf dem Wege Gottes hergegeben, um ein süßeres, wertvolleres Leben, das ewig dauert, zu empfangen. Wirklich und wahrhaftig..., sein Gluck ist unbeschreiblich groß! Wie Gott im 169. Vers der Sure 3, Al-Imran, spricht. Wer auf dem Wege Gottes getötet wird , ist nicht tot . Er hat vielmehr ewiges Leben und nimmt teil an den beglückenden Gaben seines Herrn.

Nichtreligiöse, Gott vermeinende Weltanschauungen aber sehen dieses Thema anders. Darum. weil sie das menschliche Leben auf dessen Erdendasein beschränkt wähnen. Von ihrem Blickwinkel aus betrachtet erwacht der Mensch nach seinem irdischen Tod nicht zu weiterem Leben und hat nach seinem Sterben beglückende Freude oder aber Unerfreulichkeiten nicht zu erwarten. Das einzige, das passieren kann ist, das der Name dessen, der sich beispielsweise um der Verteidigung seiner Heimat willen aufgeopfert hat und getötet wurde, in der Liste der “Nationalhelden’, höchstenfalls noch im Buch der Geschichte festgehalten wird. Den Überlebenden und Kommenden zur steten Erinnerung. Auf mehr kann er -gemäß des nichtreligiösen Weitbildes - nicht hoffen... Nichts, kein Tun, wird im Islam so sehr gerühmt wie das Schahidat der Märtyrertod auf dem Wege Gottes.

Prophet Muhammad (s.a.a.s) sprach: Wertvoller als jede gottwohlgefällige Tat ist das Schahadat auf dem Wege Gottes. Die Muslime zu Beginn des Islam baten den Propheten, Gott zu bitten, ihnen das Schahadat zu gewahren und ihre Sünden zu vergeben. Hadrat Muhammad (s.a.a.s.) entsprach ihrem Wunsch. Etliche von ihnen fanden das Schahadat, und da sie, wie der zitierte Koranvers mitteilt, als Märtyrer auf dem Wege Gottes aus ihrem irdischen Dasein geschieden waren und ein ewiges Leben in hohen Ehren erhalten hatten, wurde nicht um sie gewinnt.

Freigiebigkeit, Großzügigkeit...
Das materielle Güter wichtig sind, ist allen zur Genüge bekannt. Und da diese materiellen Werte unerläßlich sind, bedeuten sie recht vielen ‘Leben und Existenz”. Mit anderen Worten, ihr Lehen, ihre Ehre, ihre persönliche Wertigkeit und Würde wähnen sie in ihren Besitz. Ihr Anliegen und Ziel ist demzufolge, Geld und Reichtum anzuhäufen, wozu sie sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte und Möglichkeiten einsetzen. Aber..., infolge dieser ihrer Verehrung und Heiligung des Mammons geraten sie in die Fänge ihrer eigenen Gier. Von Habsucht erfaßt neiden sie anderen sozusagen die Butter auf dem Brot. Alles wollen sie für sich. Sie scheffeln und scheffeln..., eingefangen von ihrer Gier, die sich zu heftigstem Geiz entwickelt. Das andere darben, in Not Ieben, interessiert sie nicht. Sie erlegen den Mitmenschen, oftmals sich selbst und ihren eigenen Kindern, Entbehrungen auf, um soviel wie möglich ‘Kapital’ zu sammeln. Nicht sie werden auf diese Weise satt, noch die anderen. Ihr einziges Vergnügen ist, Geld und Besitz anzuhäufen. Nur das zählt für sie und dem opfern sie alles.

Kurz, wer von Habgier und Geiz-wobei letzteres gar noch schlimmer ist als ersteres-befallen ist, hat sich von Menschlichkeit und Menschenwürde weit entfernt. Er lebt und schafft, nicht um zu leben und seinem Glück entgegenzustreben, sondern um zu “scheffeln’ worin er-dieser Ahnungslose-seinen Lebensinhalt sieht. Ein Schiffbrüchiger, gescheitert in seinem Leben. Darum, weil es ihm erstens darum geht, “zu besitzen, zu haben”. Das zählt für ihn..., sein eigener Wohlstand, sein individuelles Leben, sonst nichts. Damit aber erliegt er einem argen Irrtum. Denn der Mensch ist, wie gesagt, für die Gemeinschaft erschaffen worden. Als soziales Wesen. Wer diese soziale Dimension untergrabt und nur dem “Ich” und “Eigenleben” Wert und Bedeutung beitrifft, wird in seinem individuellen Leben scheitern. Zweitens: Er ist reich. und aufgrund seines Reichtums verfügt er in der Regel auch über Macht. Über materielle Macht. Dadurch erzwingt er den “Gehorsam” der Mittellosen und Hungrigen. Und obwohl er in seinem Geiz diesen nichts oder nur sehr wenig gibt und sie hungern und darben läßt, hält er sie unentwegt in einem Zustand des Bittens und Bettelns.

Denn sie sind hungrig, und Hunger tut weh. Sie haben nichts, die Hände sind ihnen gebunden. Alles will der gierige Reiche für sich. Er verwehrt ihnen die Möglichkeit, auf eigenen Füßen stehen und in menschenwürdiger Weise selbst für ihr Auskommen sorgen zu können. Die Mittel dazu fehlen ihnen, man gibt ihnen keine Gelegenheit... und so plagen sie sich mit einem Hungerlohn, der nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht. In ihrer Schwäche, Hilflosigkeit und Verwirrung, gewöhnt an ständige Erniedrigung, sehen sie keinen anderen Ausweg, als vor dem Mächtig-Reichen zu buckeln, ihm zu hofieren und zu schmeicheln, vor ihm zu kriechen..., um eines Bissen Brotes wegen. Er aber, der Geizig-Gierige, nutzt in seiner Macht die Situation weidlich aus. Degradiert sie zu Sklaven, erniedrigt sie zu seinen “Leibeigenen”, denen er in einem Anflug von “Gunst” einen Brocken zuwirft, nach dem sie heischen. Ja..., und so schafft er es, das sie in ihm ihren “Herrn” sehen. Eine Art “moderner Götzendienst”.

Mit dem Resultat, das sie, die sich so demütigen lassen, jegliches Selbstwertgefühl, jegliche Kühnheit, Noblesse und Würde verlieren. Drittens: Abgesehen davon, das auf diese Weise Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Mitgefühl und Respekt vor dem Leben und Sein anderer mit Füßen getreten werden, nehmen Niedrigkeiten und Häßlichkeiten der verschiedensten Art in der Gesellschaft ständig weiter zu. Wir alle wissen von dieser traurigen Realität, die durch die Kriminalakten bestätigt wird. Häufiger Auslöser zu kriminellen Delikten wie Diebstahl, Hehlerei, Schmuggel und dergleichen sind Armut, Hunger und Ausweglosigkeit in den Reihen der Unterprivilegierten.

Sie, unterdruckt, entrechtet, entehrt, vergewaltigt, hungrig, verzweifelt und verwirrt suchen nach einem Ausweg. Und da sie keinen finden bzw. die Hoffnung aufgegeben haben, ihn finden zu können, sieht so mancher von ihnen die einzige Alternative darin, nach oben ,genannten “Möglichkeiten” zu greifen. Zudem: Haß, Feindseligkeit und Rachegedanken, die in so manchen von ihnen gegen die mächtigen, einflußreichen Wohlhabenden wallen, haben letztere zumeist selbst geschürt. Durch Ungerechtigkeit, Habgier, Geiz und Gleichgültigkeit den Hungrigen gegenüber. Wozu derartiges führt, ist offenkundig... Aus diesem Grunde wird der Geizig-Gierige als “Feind Nr. „Eins“ der Gesellschaft verstanden, der nichts anderes zu erwarten hat als den Zorn Gottes und das Grollen und Aufbegehren seiner darbenden Mitmenschen. In zahlreichen Koranversen werden Habsucht und Geiz hart verurteilt, Freigiebigkeit und Großherzigkeit auf dem Wege Gottes dahingegen gelobt und gewürdigt. hinter anderem verheißt der Erhabene Gott, das dem Gebenden das Zehnfache dessen, was er gibt und spendet, “zurückerstattet” wird.

In manchen Fällen sogar das Siebzig- und gar Siebenhundertfache. und wie die Erfahrung zeigt, wird so mancher, der eine “gebende Hand” hat, den Minderbemittelten aus ihrer Not heraushilft und dazu beiträgt, das die Gesellschaft wirtschaftliche Strapazen bzw. Engpässe zu Überwinden vermag, von Tag zu Tag wohlhabender. Und sollte er selbst eines Tages in Schwierigkeiten geraten, so werden ihm jene, denen er half, nach Kräften zur Seite sichern. Er reichte anderen seine Hand und holte sie aus ihrem Leid heraus. Sie sind es jetzt, die - viele Hände gemeinsam - ihm nun unter die Arme greifen. Das heißt, seine helfende Hand kehrt quasi in Form vieler helfender Hände zu ihm zurück. Darüber hinaus..., ganz abgesehen davon, das er durch sein humanes, karitatives Verhalten seinem Gewissen Ruhe und Frieden ermöglicht, Bedürftigen half und die Sympathie seiner Mitmenschen gewann, hat er das göttliche Wohlgefallen auf sich gelenkt und darf auf die ewige Glückseligkeit hoffen...

Quwelle: http://www.islamischer-weg.de

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